Elektronik, Kleidung, Lebensmittel Junge Verbraucher wollen Markenware

Vom Smartphone am Ohr bis zur Hose an den Beinen: Geht es nach den 16- bis 24-Jährigen, muss es Markenware sein. Besonders bei Elektro-Artikeln schauen die Jungen auf den Hersteller. Nur bei einem Produkt ist alles egal.
Kaufen Eltern Weihnachtsgeschenke für ihre jugendlichen Kinder, sollten sie einen Blick auf die Produktmarke werfen. Quelle: dpa
Anspruchsvoller Geschmack

Kaufen Eltern Weihnachtsgeschenke für ihre jugendlichen Kinder, sollten sie einen Blick auf die Produktmarke werfen.

(Foto: dpa)

FrankfurtJunge Verbraucher legen besonders viel Wert auf Markenprodukte. Vor allem bei Elektronik, Bekleidung und Lebensmitteln ist die Vorliebe der 16- bis 34-Jährigen für die in der Regel kostspieligeren Markenprodukte deutlich stärker ausgeprägt als bei älteren Konsumenten, wie eine am Samstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) ergab.

Beispiel Elektronik: Rund 72 Prozent der Verbraucher gaben hier an, ihnen sei die Marke eines Produkts „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“. Bei den 16- bis 24-Jährigen waren es 88 Prozent. Bei 24 bis 34-Jährigen immer noch 76 Prozent. Am Unwichtigsten ist das Thema Markenprodukte der Umfrage zufolge allen Befragten bei Bio-Lebensmitteln.

Das sind die beliebtesten Händler Deutschlands
Platz 20: C&A
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Schlechter Service wird bei den großen Handelsmarken offenbar immer seltener. Das fand nun eine Studie zur Kundenzufriedenheit der Unternehmensberatung OC&C heraus: „In den vergangenen fünf Jahren ist beim Service verdammt viel passiert. Das verdanken die Kunden dem Druck, den Amazon gemacht hat“, sagt OC&C-Partner Christian Ziegfeld.

Die Modekette C&A landet in diesem Ranking auf Platz 20. Das sind allerdings keine guten Nachrichten für das Unternehmen: Im vergangenen Jahr lag man noch sieben Plätze besser platziert.

Mehr zu der Studie lesen Sie hier.

Platz 19: Peek & Cloppenburg
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Ähnlich sieht es beim Konkurrenten P&C aus, auch hier ging es sieben Plätze nach unten. Tatsächlich waren die Service-Angebote aus dem Netz für viele stationäre Händler aber ein heilsamer Schock: großzügigste Umtauschregeln, scheinbar unbegrenzte Sortimente, hohe Preistransparenz. Damit konnte sich vor allem der US-Angreifer Amazon zunächst deutlich von den traditionellen Händlern absetzen. Doch offenbar haben diese die Botschaft verstanden: In den jährlichen OC&C-Studie zur Kundenzufriedenheit steigt das Niveau deutlich. Diejenigen Kunden, die einen Laden oder einen Webshop in Deutschland nutzen, sind im Schnitt deutlich zufriedener als noch vor wenigen Jahren.

Platz 18: Lidl
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Der Discounter Lidl landet auf Platz 18. Die deutschen Händler schließen bei der Kundenzufriedenheit insgesamt zu Amazon auf. Einheitlich ist das Bild jedoch nicht: Einige Händler können sich besonders verbessern, andere fallen zurück. Lidl hat im Vergleich zum Vorjahr drei Plätze gewonnen.

Platz 17: s.Oliver
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Die Modekette s.Oliver kommt auf den 17. Platz im Ranking der Kundenzufriedenheit, einen Rang schlechter als im Vorjahr.

Platz 16: Bonprix
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Auf Platz 16 kommt Bonprix. Die Modekette konnte drei Plätze gewinnen.

Eine bessere Wahrnehmung beim Kunden funktioniert über verschiedene Wege: Karstadt (Platz 43) etwa arbeitet sich langsam nach vorn. Das liegt allerdings nach Meinung von Ziegfeld auch dran, dass die angeschlagene Warenhauskette durch mehrere Strategiewechsel etliche kritische Kunden vergrault hat und somit unter der gesunkenen Gesamtkundenanzahl prozentual mehr überzeugte Karstadt-Fans verbleiben.

Platz 15: Globus
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Die SB-Warenhauskette Globus kommt bei der Kundenzufriedenheit auf Platz 15. Damit verliert die Kette acht Plätze im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 14: Kaufland
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Der nächst Discounter im Ranking: Kaufland erreicht mit Platz 14 einen fünf Plätze schlechteren Rang als noch im Vorjahr.

„Die Verbraucher haben das Vertrauen, dass sie mit dem Kauf von Markenprodukten eine verlässliche Qualität erhalten“, fasste PwC-Partner Gerd Bovensiepen die Ergebnisse der Befragung zusammen. Nicht zu unterschätzen sei aber auch der emotionale Faktor. Fast drei Viertel der Befragten gäben an, dass sie bestimmten Markenprodukten vertrauten, weil sie diese bereits seit ihrer Kindheit kennen.

Dennoch sieht die Mehrheit der Konsumenten (87 Prozent) in Handelsmarken im Allgemeinen eine durchaus attraktive Alternative zu Markenprodukten. Nicht nur der Preis spreche dabei in den Augen der Konsumenten für die Handelsmarken. Rund 85 Prozent der Verbraucher vermuten hinter den Handelsmarken Markenprodukte in anderer Verpackung.

  • dpa
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