Elektronikmärkte
Media-Saturn erobert die Welt

Obwohl Metro das Investitionsvolumen von 2,5 auf 1,7 Mrd. Euro zusammengestrichen hat, geben die Düsseldorfer bei der renditestarken Konzerntochter Media-Saturn weiterhin kräftig Gas.

DÜSSELDORF. Am Dienstag bestätigte Konzernchef Eckhard Cordes erstmals offiziell, dass die von Ingolstadt aus gesteuerten Elektronikfachmärkte ab 2010 auch in China ihre Pforten öffnen werden. Gestartet werde - gemeinsam mit dem einheimischen Partner Foxconn - in Schanghai, sagte der Konzernchef.

Mit der 75-Prozent-Beteiligung Media-Saturn, die laut Cordes wohl vorerst doch nicht an die Börse gehen wird, hat der Metro-Chef viel vor: "Media-Markt und Saturn wollen die Nummer eins in der Welt werden", sagte er gestern.

Bis dahin aber ist der Weg noch weit: Während die beiden Elektronikketten 2008 zusammen auf 19 Mrd. Euro Umsatz kamen, schaffte der US-Marktführer Best Buy umgerechnet 31,2 Mrd. Euro. Zumindest ist der Abstand zu den Verfolgern groß. Die japanische Kette Yamada Denki und der britische Wettbewerber DSG kamen zuletzt jeweils auf rund elf Mrd. Euro, der chinesische Elektronikhändler Gome auf rund zehn.

Reichlich verspätet will Media-Saturn zudem im Online-Markt punkten. Künftig werde man das gesamte Sortiment auch über das Internet anbieten, kündigte Cordes an. Beginnen wolle man damit Ende des Jahres in Österreich und den Niederlanden. Wann es zu einem "Rollout" in Deutschland komme, sei noch nicht geklärt.

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