Elizabeth Arden
Niemand will nach Bieber riechen

Tiefrote Zahlen bei Parfüm-Hersteller Elizabeth Arden: Weil Promi-Parfüms sich nicht mehr verkaufen, bricht der Umsatz weg. Nicht nur die Kunden, auch die Anleger flüchten. Eine geplante Übernahme des Konzerns platzte.
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BangaloreTaylor Swift und Justin Bieber ziehen nicht mehr – zumindest bei Parfüms. Weil sich die Marken der Sänger nicht mehr so gut verkaufen, brach der Umsatz beim Hersteller Elizabeth Arden im vierten Geschäftsquartal um 28 Prozent auf 191,7 Millionen Dollar ein. Das war der stärkste Rückgang in zehn Jahren.

Zudem warnte der Kosmetik-Konzern am Dienstag davor, dass der Trend in den nächsten sechs Monaten anhalten werde. Anleger reagierten entsetzt und flüchteten in Scharen. Die Aktie brach zu Handelsbeginn um 23 Prozent ein.

Das Unternehmen hat wegen steigender Verluste einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im abgelaufenen Quartal summierte sich der Fehlbetrag auf 156 Millionen Dollar. Vor einem Jahr lag das Minus lediglich bei fünf Millionen Dollar.

Elizabeth Arden verkauft unter anderem Produktreihen von Elizabeth Taylor oder Britney Spears. Marken, die wenig Gewinne versprechen, schmiss der Konzern aus dem Programm. Das wiederum verschreckte den südkoreanischen Konkurrenten Household & Health Care, der die geplante Übernahme von Elizabeth Arden im Juni platzen ließ.

Nun steigt der Finanzinvestor Rhone Capital mit 50 Millionen Dollar ein und erhält dafür 7,6 Prozent der Firma. Der Anteil soll schrittweise erhöht werden, aber nicht mehr als 30 Prozent betragen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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