Emirates
Aggressiver Angreifer aus Nahost

Emirates startet mit dem größten Passagierflugzeug der Welt richtig durch. Die Fluggesellschaft aus Nahost holte am Montag in Hamburg-Finkenwerder die erste von insgesamt 58 georderten A380 ab und bestellte gleich 60 weitere Langstreckenjets. Neben dem Wachstumskurs beeindruckt Emirates vor allem durch Profitabilität und ist damit ein Angstgegner für europäische Fluggesellschaften.

DÜSSELDORF. „Die A350 XWB und die A330-300 werden uns die Expansion mit modernen, sparsamen Flugzeugen ermöglichen und neben der A380 eine sehr wichtige Rolle für das Erreichen unserer Ziele spielen“, sagte Emirates-Chef Sheikh Ahmed Bin Saeed Al-Maktoum. Der erste „Superjumbo“ mit 489 Sitzen soll ab 1. August die Strecke Dubai-New York fliegen.

Emirates ist eine der am schnellsten wachsenden Fluggesellschaften der Welt. Mit 58 bestellten A380 und einer Investitionssumme von 32 Mrd. Dollar für diesen Flugzeugtyp setzt die in Dubai beheimatete Linie auf einen schnellen Ausbau der Passagierkapazitäten. Emirates war die erste Fluggesellschaft, die im Jahr 2000 die A380 bestellte und wird jetzt nach Singapore Airlines die zweite sein, die den Superjumbo im Linienbetrieb einsetzt.

Das Wachstumstempo von Emirates ist gewaltig. Im Geschäftsjahr 2007/2008 (bis Ende März) flogen 21,2 Millionen Menschen mit der Fluglinie, 3,7 Millionen mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 32,3 Prozent auf 10,8 Mrd. Dollar (rund 6,9 Mrd. Euro). Aktuell umfasst das Streckennetz 101 Ziele in 61 Ländern. Fast alle Verbindungen werden über das Drehkreuz Dubai abgewickelt. Emirates hat eine Flotte von 118 Flugzeugen. Bis 2010 soll diese auf über 150 Maschinen erweitert werden.

Neben dem Wachstumskurs beeindruckt Emirates durch Profitabilität. Der Gewinn erhöhte sich 2007/2008 um 62,1 Prozent auf 1,37 Mrd. Dollar. Emirates zeichnet sich dabei durch eine überragende Kostenstruktur aus. Nach einer Studie der Beratung Arthur D. Little summieren sich die Kostenvorteile gegenüber den europäischen Linienfluggesellschaften Air France-KLM, Lufthansa und British Airways auf rund 30 Prozent. „Der Abstand ist gewaltig – und die Bedrohung für die Europäer wächst weiter“, sagt Axel Boss, Luftfahrtexperte von Arthur D. Little.

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