Ende der dreijährigen Flaute in Sicht
Gastgewerbe schöpft Hoffnung

Im deutschen Gastgewerbe zeichnet sich ein Ende der dreijährigen Flaute mit schrumpfenden Erlösen ab. Zwar gab es erneut Umsatzeinbußen im ersten Halbjahr, doch die Juni-Zahlen lassen auf eine Wende in diesem Jahr hoffen.

HB BERLIN. „Unsere Analysen zeigen, dass sich die Stimmung bei Hoteliers und Gastronomen aufgehellt hat, und sie zuversichtlicher in die Sommersaison gestartet sind“, sagte Stefanie Heckel vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) am Donnerstag. „Wir sind aber natürlich noch nicht zufrieden“, ergänzte sie mit Blick auf die erste Jahreshälfte. Die Branche setzte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in den ersten sechs Monaten real 2,1 % und nominal 0,8 % weniger um als im Vorjahr. Im Juni nahmen Gastwirte und Hoteliers allerdings real 0,3 % und nominal 1,5 % mehr ein als im Juni 2004. Auch im Vergleich zum Mai verbuchte die Branche steigende Einnahmen.

Nach drei Jahren Konsumflaute und einbrechender Umsätze hatte sich der Branchenverband im Frühjahr optimistisch gezeigt, dass die Einnahmen 2005 wieder zulegen. Das erste Halbjahr brachte aber in den meisten Bereichen noch nicht die erhoffte Wende. Im Beherbergungsgewerbe lagen die Einnahmen in den ersten sechs Monaten zwar nur wenig unter dem Niveau des Vorjahres, real sank der Umsatz aber um 1,6 %. Im Juni lag der reale Umsatz sogar 1,6 % über dem Vorjahresniveau. „Die Auslastung in der Hotellerie steigt“, sagte Dehoga-Sprecherin Heckel. Gut liefen die Geschäfte besonders für Tagungs- und Messehotels, aber auch die Bereiche Wellness und Städtereisen verbuchten Zuwächse. „Gerade in Berlin setzt sich der Boom fort.“ Noch könne die Sommersaison nicht bewertet werden. „Die Buchungssituation ist ganz gut, gerade an der Küste“, sagte Heckel aber.

Schwierig bleibt dem Dehoga zufolge die Lage der von der Konsumflaute besonders hart getroffenen Restaurants, Bars und Kneipen. Im ersten Halbjahr sanken die realen Umsätze der Gaststätten erneut um drei Prozent und blieben auch im Juni um 1,2 % hinter dem Vorjahresniveau zurück. „Die Gastronomie hinkt noch ganz klar hinterher“, sagte Heckel. Allerdings lieferten einige Bereiche Grund zur Zuversicht. So verzeichne die Markengastronomie steigende Umsätze.

Die Wende bereits geschafft haben Kantinen und Caterer, die im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von real 1,1 % und im Juni einen Anstieg von sogar 3,3 % verbuchen konnten.

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