Endspurt im Weihnachtsgeschäft
Panikkäufe lassen die Kassen klingeln

Jeder zweite brauchte einen Tag vor Weihnachten noch Geschenke. Kein Wunder also, dass der Schlussspurt beim Weihnachtseinkauf zu Heiligabend vielerorts die Kassen in den Geschäften hat klingeln lassen. Die Panik bei den Kunden weckt Zufriedenheit beim Handel.

HB DÜSSELDORF. „Wir verzeichnen noch einmal eine kräftige Käufernachfrage“, sagte Kaufhausgeschäftsführer Stefan Rübel in Nürnberg. Bei den Einkäufen auf den letzten Drücker ging es vor allem um Lebensmittel und kleinere Geschenke für die abendliche Bescherung. „Heute kommen die Panikkäufer“, sagte Jan de Wit, Geschäftsführer von Karstadt in Dresden.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Steffen Jopp von Galeria-Kaufhof in Hannover. Vor allem die typischen Last-Minute-Geschenke wie Parfüm und Uhren würden gekauft. Auch Süßigkeiten seien gut verkauft worden. „Den Schoko-Weihnachtsmann zum halben Preis wird es nach dem Fest wohl nicht geben“. Ruhig ging es dagegen in Thüringen zu. Es herrschte kaum Gedränge, teilte der Einzelhandelsverband mit.

Das Weihnachtsgeschäft, das sind die Monate November und Dezember, verlief insgesamt eher unterdurchschnittlich. In den letzten beiden Monaten macht der Handel traditionell knapp ein Fünftel des gesamten Jahresumsatzes. Im Weihnachtsgeschäft 2004 waren dabei zum dritten Mal in Folge Einbußen verzeichnet worden.

Dem Weihnachtsgeschäft fehle der Schwung, klagte der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). „Es bedarf eines Kraftakts in der Woche nach den Feiertagen, um beim Umsatz das Vorjahresniveau zu erreichen“, sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des HDE. In Berlin und Brandenburg wurde das Vorjahresergebnis um drei bis fünf Prozent verfehlt, sagte der Hauptgeschäftsführer des gemeinsamen Handelsverbands, Nils Busch-Petersen.

Dagegen ist KarstadtQuelle mit dem Weihnachtsgeschäft bisher zufrieden. Man liege über Plan, hieß es. Konzernsprecher Jörg Howe sagte am Samstag, „wir erwarten heute noch einmal ein gutes Geschäft, nachdem schon der Freitag sehr stark gewesen sei.“

Die Blicke der Geschäftsleute richten sich schon auf die Tage nach dem Fest. „Auf Grund des Trends zu Geldgeschenken rechnen wir allerdings auch in der Verkaufswoche nach den Feiertagen noch mit einigen Verbesserungen“, sagte Einzelhandels-Geschäftsführer Dierk Böckenholt in Kiel.

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