Energiedienstleister
Techem beendet Jahr mit Umsatzplus

Der Energiedienstleister Techem hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatz- und Ergebnisplus erzielt. Nun hofft das Unternehmen auf eine erfolgreiche Übernahme durch die australische Investmentbank Macquarie.

HB ESCHBORN. Der vor der Übernahme stehende Energiedienstleister Techem hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2006/2007 mit einem Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg nach vorläufigen Zahlen bis Ende September auf 112,0 (Vorjahr: 103,6) Mill. Euro, wie die im MDax notierte Techem AG am Dienstag in Eschborn bei Frankfurt mitteilte. Der Umsatz legte auf 559,4 (523,0) Mill. Euro zu.

Das operative Ergebnis nach Sonderposten lag mit 84,6 Mill. Euro knapp 20,5 Prozent unter dem Vorjahreswert von 106,4 Mill. Euro. Zu den Einmalaufwendungen zählten den Angaben zufolge die Vollabschreibung des Kaufpreises für das Biomasse-Heizkraftwerk Eisenberg (BHE) in Höhe von 14,1 Mill. Euro sowie Kosten im Zusammenhang mit der Macquarie-Übernahme in Höhe von 11,8 Millionen.

Die australische Investmentbank Macquarie ist der Übernahme von Techem nach einem vergeblichen Anlauf inzwischen sehr nahe gekommen. Nach Macquarie-Angaben von Anfang November hält die Bank gemeinsam mit ihrem Infrastrukturfonds inzwischen 75,8 Prozent an der Techem AG. Bis zum 3. Dezember, 24.00 Uhr, läuft noch ein Übernahmeangebot für die restlichen Anteile. Geboten sind 60 Euro je Papier. Die Zustimmung der Kartellbehörden zu der Übernahme gilt als sicher, da die Behörden bereits beim ersten Übernahmeversuch keine Bedenken geäußert hatten. Macquarie hatte versichert, die Marke Techem und den Firmensitz Eschborn beizubehalten.

Der Techem-Vorstand begrüßte in einer am Dienstag veröffentlichten schriftliche Stellungnahme das erneute Übernahmeangebot von Macquarie: "Nach Einschätzung des Vorstandes erhielte Techem mit Macquarie einen Partner, der die bereits begonnene Strategie des Vorstands für einen dauerhaften Erfolg der Techem unterstützend begleiten würde.“ Das Angebot von 60 Euro je Aktie hält das Techem- Management "aus finanzieller Sicht für angemessen“ und warb bei den Aktionären für dessen Annahme.

Der Spezialist für die Erfassung von Heizkosten betreut europaweit 8,1 Mill. Haushalte, den überwiegenden Teil davon in Deutschland. Techem-Vorstandschef Horst Enzelmüller sagte laut Mitteilung des Unternehmens, insbesondere das starke vierte Geschäftsquartal habe auch vom Umsatzwachstum im Ausland profitiert.

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