Energiekonzern muss neben den finanziellen Details auch strategische Fragen beachten
Eon fällt die Trennung von Verbundnetz Gas schwer

Der Eon-Konzern steht vor einer schwierigen Entscheidung: Der Verkaufsprozess für seine Anteile an der Verbundnetz Gas AG (VNG) geht in die heiße Phase. Noch bis zum Jahresende will Vorstandschef Wulf Bernotat die Auflage erfüllen, die das Bundeswirtschaftsministerium dem Konzern bei der Ruhrgas-Übernahme auferlegt hat.

DÜSSELDORF. „Die Entscheidung ist knifflig“, heißt es aus mit den Verhandlungen vertrauten Kreisen. Neben den finanziellen Details muss Eon auch eigene strategische Interessen berücksichtigen. Zudem verlangt das Ministerium einen Investor, der VNG eine gute Perspektive bietet. Eon müsse einen Käufer finden, „der stark genug erscheint, um die Kriterien der Ministererlaubnis zu erfüllen und gleichzeitig schwach genug ist, um die langfristige Strategie der Eon nicht stören zu können“, sagt Jürgen Kehrmann vom Branchenblatt Energie Informationsdienst. Eon selbst kommentiert die Gespräche nicht.

Die VNG gilt als das lukrativste Unternehmen, aus dem sich Eon und Ruhrgas zurückziehen müssen. Zum Verkauf steht ein Paket über 42,1 %, von dem 10 % vorrangig kommunalen Mitaktionären angeboten werden. Die Gasgesellschaft zählt mit einem Umsatz von knapp 3 Mrd. Euro zu den Marktführern und gilt als ostdeutsche Ruhrgas. Drei Bieter sind im Rennen: Gaz de France (GdF), die norwegische Statkraft und die BASF-Tochter Wintershall gemeinsam mit der russischen Gazprom.

Als Favorit gilt in Branchenkreisen Statkraft. Der Konzern will nicht nur VNG, sondern auch die auch zum Verkauf stehenden 27,4 % am Regionalversorger EWE. Im Gespräch ist eine Überkreuzbeteiligung von VNG und EWE. Reizvoll ist für Eon das Tauschgeschäft, das Statkraft vorschlägt: Sie will ihre 44,6-%-Beteiligung an der schwedischen Sydkraft abgeben.

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