Energiepreise und Personalaufwand
Bahn dreht an der Preisschraube

Die Deutsche Bahn hat beim Angebot an die Lokführergwerkschaft GDL nachgebessert und eine vergütete Erhöhung der Wochenarbeitszeit vorgeschlagen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen einen Anstieg der Ticketpreise um 2,9 Prozent an – mit einer eindeutigen Begründung.

HB BERLIN. Bahn-Personalvorstand Margret Suckale bot den Lokführern am Dienstag in Berlin eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit mit entsprechender Lohnsteigerung an. Man könne über ein bis zwei Stunden Mehrarbeit pro Woche sprechen. Eine Stunde Arbeitszeiterhöhung bedeute 2,5 Prozent mehr Einkommen. Suckale warf der GDL mangelnden Verhandlungswillen vor und warnte vor einem Scheitern der Gespräche.

Gleichzeitig kündigte der Konzervorstand an, die Ticketpreise im Fern- und Nahverkehr in der zweiten Klasse um 2,9 Prozent erhöhen. Die Steigerung soll zum 9. Dezember wirksam werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit den gestiegenen Energiepreisen und dem „erheblichen höheren Personalaufwand ab 2008“.

Unternehmenschef Hartmut Mehdorn hatte bei der Vorstellung der Zwischenbilanz im August gesagt, dass es noch keinen konkreten Plan für eine Fahrpreiserhöhung gebe. Zugleich schloss er damals aber bereits Erhöhungen nicht aus. Als Gründe nannte er damals auch den Tarifabschluss mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA. Hinzu kommt der Streit mit der Lokführergewerkschaft GDL, die für ihre Mitglieder einen eigenen Tarifvertrag erzwingen will.

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