Energiepreise
Wohnungseigentümer warnen vor steigenden Mieten

Die Belastungen durch die Energiewende könnte größer ausfallen als bisher angenommen, warnt der Bundesverband deutscher Immobilienunternehmen. Der Staat sei der größte Preistreiber.
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BerlinDie Wohnungswirtschaft warnt vor steigen der Kosten des Wohnens angesichts der zunehmenden staatlichen Lasten. „Die größten Preiserhöhungen für die Mieter entstehen aktuell durch steigende Energiepreise Steuern“, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Nicht zuletzt wegen der umzusetzenden Klimaziele der Bundesregierung und der Energiewende seien die Baukosten in den vergangenen zwölf Jahren „um 27,5 Prozent gestiegen“.

Der Verband fordert daher unter anderem, dass Wohnungsunternehmen die Möglichkeit erhalten, selbst Photovoltaik- oder Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu betreiben, um die Klimaziele zu erreichen. Dies werde aber verhindert, da dann auch auf Mieteinnahmen Gewerbesteuer fällig würden. Der Verband fordert, das Steuerrecht entsprechend zu ändern.

Auch der Eigentümerverband Haus & Grund warnt vor steigenden Lasten. Der Staat sei „der größte Preistreiber“ und habe es selbst in der Hand, dass die Wohnkosten sinken, sagte Präsident Rolf Kornemann dem Handelsblatt. Zu den steigenden Belastungen gehörte neben den Energiekosten, dass der Staat mit der Grund- sowie der Grunderwerbsteuer steigende Milliardeneinnahmen erziele. Kornemann forderte, die Stromsteuer abzuschaffen und die Förderung Erneuerbarer Energien grundlegend zu reformieren. „Das wäre der richtige Hebel“, sagte Kornemann.

 

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