Engpass
Erster Einzelhändler rationiert Zucker

Einzelne Supermärkte haben wegen gestiegener Preise die Abgabe von Zucker rationiert. Betroffen sind vor allem Grenzgebieten. Edeka nannte den Ort Görlitz an der Grenze zu Polen.
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HamburgBetroffen sind immer stärker die Regionen in der Nähe der östlichen Bundesgrenzen, wie aus Angaben der Handelsgiganten Edeka und Metro vom Montag hervorgeht. Edeka nannte als Beispiele den Ort Görlitz an der Grenze zu Polen und Gegenden in Bayern an der Grenze zu Tschechien.

Metro-Tochter Real erklärte, wegen hoher Abverkäufe „sind wir mittlerweile dazu übergegangen, in den grenznahen Märkten Zucker nur noch in haushaltsüblichen Mengen, in diesem Fall maximal acht Packungen pro Kunde, abzugeben“.

Die Preise für Zucker sind in den ost- und südosteuropäischen Ländern über die letzten Wochen nach Handelsangaben stark gestiegen und liegen bereits bei über einen Euro pro Kilogramm. Ein Kilo Zucker der Real-Eigenmarke Tip koste vergleichsweise 65 Cent.

Zucker-Ausgangspflanzen wie Zuckerrohr oder Zuckerrüben werden immer mehr zur Energieproduktion eingesetzt, etwa um Ethanol für Automotoren daraus zu machen.

Edeka und Metro betonen, weiter weg von den Grenzgebieten gebe es keine Beschränkungen beim Zuckerverkauf.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nachtrag EUR 419,00 Importzoll

  • Nicht die Spekulanten sind Schuld an den Zuckerpreiserhöhungen. Die EU hat über Jahre den Zuckermarkt der EU am Weltmarkt vorbei reguliert. Heute fehlen ca. 5 Mio Tonnen Zucker in der EU und müssen importiert werden. Hierbei hält die EU nach wie von an EUR 419 (!!!) pro Tonne fest. Außerdem sind sich alle Zuckeranbieter in Europa auf rätselhafte Weise seit Jahren einig im Preis und zudem nicht bereit in das "geschützte" Gebiet des Wettbewerbers zu liefern. Still ruht der See...

  • Das ist EU unter Frau Merkel. Die Polen und Tschechen kaufen unseren Zucker weg. Dafür zahlen wir auch EU-Beihilfe.

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