Entkonsolidierung der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gehag
WCM prüft Verschmelzung mit Klöckner

Eine vereinfachte Konzernstruktur ist das Ziel der Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM. Dazu wird derzeit eine Verschmelzung mit der Duisburger Tochter Klöckner-Werke geprüft.

HB FRANKFURT. Die Prüfung werde noch 2004 abgeschlossen und dann den Aufsichtsratsgremien vorgelegt, teilte die im Nebenwerte-Index MDax gelistete WCM am Donnerstag mit. „Unsere Investoren sagen uns immer wieder, dass die Organisationsstruktur der WCM zu komplex ist“, begründete eine Firmensprecherin die mögliche Verschmelzung. WCM hält derzeit 78 Prozent an Klöckner. Eine Aufstockung stehe derzeit nicht auf der Tagesordnung, ergänzte die Sprecherin. Die Klöckner-Werke sind in der Abfüll- und Verpackungstechnik tätig.

WCM wies am Donnerstag auch vorläufige Zahlen für das zweite Quartal aus. Demnach lag der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von April bis Juni bei 0,7 Millionen Euro nach einem Plus von 22,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr 2004 habe WCM jedoch einen operativen Gewinn (Ebit) von 8,4 (Vorjahr: 28,7) Millionen Euro erzielt. Die Veränderungen gingen in erster Linie auf die Entkonsolidierung der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gehag zurück, hieß es. Doch auch ohne die Entkonsolidierung zum Jahresende 2003 war das Ebit im Halbjahr noch rückläufig.

WCM-Chef Roland Flach hat für das laufende Jahr ein Ebit im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich angekündigt. Für 2003 hatte das Unternehmen hier noch ein Minus von 190,3 Millionen Euro ausgewiesen. Endgültige Zahlen sowie den Geschäftsbericht zum Halbjahr 2004 will WCM am 24. August veröffentlichen.

Unter dem Strich plant WCM in diesem Jahr früheren Angaben zufolge ein ausgeglichenes Ergebnis. Je nach Verkaufserfolg der Randaktivitäten sei mit einem geringfügigen Gewinn oder Verlust zu rechnen, hatte Flach im Juni auf der Hauptversammlung gesagt. 2003 hatte das Unternehmen einen Verlust von rund 306 Millionen Euro, mitten in der Börsenkrise 2002 sogar von 860 Millionen Euro hinnehmen müssen.

In einem kaum veränderten MDax stieg die WCM-Aktie am Donnerstag um rund ein Prozent auf 1,04 Euro.

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