Entscheidung noch in dieser Woche
Sanierungsplan für Alitalia steht

Die Sanierung der angeschlagenen italienischen Airline Alitalia geht in die Endphase. Die potenziellen Investoren haben gestern mit dem Chef der Großbank Intesa-Sanpaolo, Corrado Passera, über eine mögliche Beteiligung an der neuen Alitalia verhandelt. Der von Banca Intesa Sanpaolo ausgearbeitete Rettungsplan „Phoenix“ wird am 28. August dem Ministerrat präsentiert.

MAILAND. Zu den Interessenten für Alitalia zählen die bekannten Namen wie Roberto Colaninno (Piaggio-Vespa), Gilberto Benetton, der Unternehmer Carlo Toto (Fluggesellschaft Air One), der Versicherer Salvatore Ligresti (Fondiaria Sai), die Unternehmer Marco Fossati und Gianluigi Aponte und der Stahlgigant Riva. Aber auch zwei Private-Equity-Unternehmen, Clessidra und Equinox und unbestätigten Meldungen zufolge die Banken Mediobanca, Nomura und Morgan Stanley sollen an der Kapitalerhöhung von rund einer Mrd. Euro interessiert sein.

Da sich die finanzielle Situation der noch zu 49,9 Prozent vom Staat kontrollierten Fluggesellschaft in den letzten Wochen zugespitzt hat, droht ein Konkurs. Geplant ist, Alitalia in eine „new company“ und eine „bad company“ aufzuteilen. In der „new company“ sollen die Flugtätigkeiten gebündelt werden. Hingegen sollen die stark defizitären Bodendienstleistungen in die „bad company“ ausgegliedert werden. Für diese sei die Zwangsverwaltung vorgesehen.

Von einer strategischen Partnerschaft mit einer ausländischen Airline kann erst dann die Rede sein, wenn die „new company“ saniert ist, heißt es in unternehmensnahen Kreisen. Angeblich soll Piaggio-Präsident Roberto Colaninno, der auch als Präsidentschaftskandidat der neuen Alitalia genannt wird, Kontakte zur Lufthansa aufgenommen haben.

Als CEO der neuen Fluggesellschaft ist laut italienischen Zeitungsberichten Rocco Sabelli vorgesehen. Er hatte bei der Sanierung der Telecom Italia und später bei der Genesung des Motorradherstellers Vespa (Piaggio) mit Colaninno zusammengearbeitet. Sabelli soll dem Alitalia Verwaltungsrat am 29. September den Sanierungsplan präsentieren. Der Board wird auch das Halbjahresergebnis veröffentlichen, das laut Analysten deutlich schlechter ausfällt als vor einem Jahr. So wird mit einem gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelten Verlust von über 400 Mill. Euro gerechnet. tkb

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