Entscheidung über Bahn-Börsengang fällt erst 2005
Bahn muss profitabler werden

„Ob und wann ein Börsengang durchgeführt wird, wird 2005 entschieden“, teilte die Bahn am Donnerstag nach einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung mit. Das Bundesverkehrsministerium erklärte, zunächst müsse die Bahn kapitalmarktfähig werden, dann könne unter Berücksichtigung der Marktlage über einen Börsengang entschieden werden.

HB FRANKFURT. Es gilt damit als sicher, dass eine Privatisierung des Unternehmens vor der Bundestagswahl 2006 ausgeschlossen ist. Gewerkschaftschef und Aufsichtsrat Norbert Hansen sagte, er rechne frühestens 2007 oder 2008 mit einer Privatisierung. Die Bahn selbst hatte zuletzt bereits auf eine Entscheidung gedrängt, wenn sich abzeichne, dass die Bahn auf dem Kurs zu dauerhafter Profitabilität sei.



Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte eine Teilverkauf bereits für 2005 ins Auge gefasst. Bei einer Entscheidung erst 2005 gilt es aber als sicher, dass der auch bei den Parteien umstrittene Börsengang nicht mehr vor der Bundestagswahl 2006 durchgesetzt werden kann. Der Grünen-Verkehrsexperte Albert Schmidt begrüßte die Entscheidung der Bahn: „Ich freue mich, dass bei der Bahn Realismus eingekehrt ist. Erst muss das Unternehmen seine Hausaufgaben machen, dann kann über einen Börsengang gesprochen werden.“



Im Streit um die Bahn-Privatisierung hatten sich nach massiven Problemen des Unternehmens im Fernverkehr die kritischen Stimmen gemehrt. Auch im Bundestag gibt es in allen Fraktionen Skepsis vor allem gegen einen Börsengang der Bahn zusammen mit dem Bereich Schienennetz. Vertreter in allen Parteien möchten, dass das Netz unter Kontrolle des Bundes bleibt. Im Aufsichtsrat hat aber nach Angaben von Gewerkschaftschef Hansen Einigkeit geherrscht, dass das Unternehmen nur zusammen mit dem Netz privatisiert werden solle.

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