Enttäuschung bei Putzmitteln
Sauberkeit ist Nebensache

Supermärkte erzielen alles andere als ein „sauberes“ Ergebnis, was das Sortiment an Reinigern und Putzmitteln betrifft. In dieser Disziplin punktet etwas überraschend ein Außenseiter aus Karlsruhe, für den der Kunde im Mittelpunkt steht.

DÜSSELDORF. Schlechte Noten für den deutschen Einzelhandel: Wer als Verbraucher Waschmittel oder Haushaltsreiniger auf dem Einkaufszettel hat, findet seine Ware nur schwer und hat den Eindruck, dass sich die Einzelhändler mit dem Geschäft nicht auskennen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine aktuelle Repräsentativumfrage von Handelsblatt, KPMG und TNS Infratest unter 1 000 Verbrauchern. Die exklusive Studie untersucht Monat für Monat die Kompetenz von Handelsunternehmen in unterschiedlichen Warengruppen.

Die Kritik am lieblosen Umgang mit dem Sortiment „Wasch- und Reinigungsmittel“ könnte größer kaum sein: „Das zeigt aus meiner Sicht, dass die Händler nicht wirklich Herzblut in dieses Sortiment stecken“, moniert KPMG-Handelsexperte Johannes Siemes. „Es wird als Muss-Sortiment angesehen, das in einem großen Umfang als ideenloses Rüberreichen der Ware zu sehen ist.“

Auch TNS-Marktforscher Eckhard Gabersek beobachtet: „Im Moment schaffen es nur wenige Händler, sich durch ihr Wasch- und Reinigungssortiment wirklich zu profilieren.“ Weil diese Artikel fast immer nach Bedarf und nur selten spontan gekauft würden, verzichteten viele Handelsunternehmen darauf, sie in Form von Warenwelten zu „inszenieren“.

Von den Versäumnissen der Konkurrenz profitiert allein ein vergleichsweise kleiner Wettbewerber, der sich – so ein Ergebnis der Studie – zum echten Fanshop deutscher Putzteufel und Wäschereiniger entwickelt hat: Es ist die Karlsruher Drogeriemarktkette „dm“. Sie überlässt – anders als der Wettbewerb – nichts den Regeln von Sonderangeboten und Marktschreierei. Unternehmensgründer Götz Werner, ein bekennender Anthroposoph, hält sich stattdessen streng an die Regeln des Waldorfpädagogik-Begründers Rudolf Steiner. Dessen Lehre stellt stets den Menschen in den Mittelpunkt.

Für „dm“ ist dies alles andere als ein PR-Gag. Die Produkte der Eigenmarke „Denkmit“ sind nicht nur mit „Bitrex“ vermengt, einem Bitterstoff, der Kinder vor Vergiftungen bewahren soll. Die meisten Reinigungsmittel von „dm“ werden zudem von Gutachtern auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Produkte, die eine „Balance von ökologischen, ökonomischen und sozialen Prinzipien bei der Entwicklung und Herstellung“ nachweisen können, kennzeichnet der Drogeriefachmarkt mit einem entsprechenden Siegel. Auch für Allergiker hält „dm“ Artikel bereit.

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