Entwicklung einzelner Routen unterschiedlich
Weniger Passagiere bei der Air France

Die französische Fluggesellschaft Air France hat im September wie ihr deutscher Konkurrent Lufthansa ein geringeres Passagieraufkommen als vor einem Jahr verzeichnet.

HB PARIS. Europas zweitgrößte Fluggesellschaft, die in der vergangenen Woche den Zusammenschluss mit dem niederländischen Wettbewerber KLM angekündigt hatte, teile am Freitag in Paris mit, der als Maß für die Auslastung der Sitzplatzkapazität stark beachtete Sitzladefaktor sei im September gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Prozent auf 75,1 Prozent gesunken.

Allerdings sei der Passagierverkehr vor dem Hintergrund des Pilotenstreiks vor einem Jahr im September um 6,6 Prozent und damit im dritten Monat in Folge gestiegen, teilte Air France mit. Berücksichtige man jedoch nicht die Auswirkungen des Arbeitskampfes im September 2002, sei der Passagierverkehr um 1,1 Prozent gesunken.

Die Entwicklung auf den einzelnen Routen sei allerdings sehr unterschiedlich verlaufen, hieß es. Wie zahlreiche andere Fluggesellschaften hatte Air France seit dem Ende der Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS in Südost-Asien im Frühsommer eine allmähliche Erholung des Passagieraufkommens verzeichnet. Nach Angaben des Unternehmens wuchs der Verkehr auf den Transatlantik-Strecken nach Nordamerika im September um 9,9 Prozent, während auf den Asien-Routen noch ein Minus von 2,1 Prozent nach einem Rückgang um 14,8 Prozent im August festzustellen gewesen sei.

Zuvor hatte am Freitag bereits die Deutsche Lufthansa von weniger Passagieren im September berichtet. Die Zahl der Fluggäste sei im September um ein Prozent auf 4,125 Millionen gesunken, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in Frankfurt mit.

Air France und KLM hatten sich Anfang vergangener Woche auf einen Zusammenschluss zur führenden europäischen und weltweit drittgrößten Fluggesellschaft geeinigt. Danach wird das französische Unternehmen den kleineren niederländischen Konkurrenten im Rahmen eines Aktientauschs im Volumen von 784 Millionen Euro übernehmen. Die Transaktion soll voraussichtlich in der kommenden Woche abgeschlossen werden.

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