Epidemie in Afrika
Air France-Crews verweigern Flug in Ebola-Region

Öfter als andere Fluglinien steuert Air France Ziele in Westafrika an. Das behagt der Besatzung nicht: Mehrere Crews wollen nicht mehr in die Nähe des Ebola-Virus fliegen. Liberia verhängt nun sogar eine Ausgangssperre.
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Paris/MonroviaDie Besatzungen mehrerer Air-France-Flüge wollen nach Angaben der französischen Fluglinie nicht mehr in die von der Ebola-Epidemie betroffenen afrikanischen Länder fliegen. Dies betreffe Flüge nach Guinea, Sierra Leone und Nigeria, sagte ein Air-France-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP.

Den Besatzungen sei es freigestellt worden, ob sie die Regionen weiter anfliegen wollten. Bislang seien aber keine Flüge mit weniger Crew-Mitgliedern als üblich abgefertigt worden.

Air France fliegt mehr Ziele in Westafrika an als andere große Fluglinien. British Airways und Emirates haben ihre Flüge in die betroffenen Gebiete bereits eingestellt. Die Air-France-Gewerkschaft SNGAF hatte am Montag gefordert, Flüge in die von Ebola betroffenen Länder ebenfalls auszusetzen. An dem Ebola-Virus starben in Westafrika in diesem Jahr bereits 1229 Menschen.

Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie hat Liberia eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Solange die Seuche anhalte, solle dadurch die Bewegung der Bevölkerung kontrolliert werden, berichtete der staatliche Hörfunk am Dienstag. Das Ausgehverbot gelte von 21.00 und 06.00 Uhr.

Liberia ist von der Epidemie in Westafrika am stärksten betroffen. Um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern, haben Behörden Quarantäne-Zonen im Grenzgebiet zwischen Guinea, Liberia und Sierra Leone eingerichtet.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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