Erfolg mit internationalen Veranstaltungen
Ausländische Aussteller stützen Messe München

Ausländische Aussteller und Besucher bringen der Messe München GmbH (MMG) ein gutes Geschäft. „Wir haben ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr hinter uns“, sagte am Dienstag Messechef Manfred Wutzlhofer in München. Die großen internationalen Leitmessen seien derzeit so gefragt wie noch nie.

HB/jojo MÜNCHEN. Nach der Zurückhaltung der vergangenen Jahre würden sich inzwischen auch wieder mehr deutsche Unternehmen dazu entscheiden, an Ausstellungen teilzunehmen. Alleine im ersten Halbjahr lag das Plus bei den inländischen Ausstellern im Vergleich zu den Vorveranstaltungen bei vier Prozent. Dennoch hinterlasse die Wirtschaftsflaute tiefe Spuren bei der MMG: „Wir haben vor allem mit den Veranstaltungen Schwierigkeiten, die sich auf den deutschen Markt konzentrieren,“ sagte Wutzlhofer.

Das Geschäft mit ausländischen Firmen laufe demgegenüber glänzend. „Je internationaler die einzelnen Messen positioniert sind, desto unabhängiger sind sie von der anhaltend schwachen Wirtschaftslage in Deutschland“, unterstrich Wutzlhofer.

Mit 180 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und einem Konzernumsatz von zuletzt knapp 237 Mill Euro gehört die MME zu den größten Messen in Deutschland. Hinter Frankfurt, Hannover, Düsseldorf und Köln rangiert das Unternehmen, das der Stadt München und dem Freistaat Bayern gehört, auf Rang fünf hier zu Lande. Weil in diesem Jahr einige bedeutende Ausstellungen turnusgemäß nicht stattfinden, werde der Umsatz auf 216 Mill. Euro sinken, prognostizierte Wutzlhofer.

Der Manager bekräftigte, die MMG werde ihre Preise trotz der steigenden Konkurrenz nicht senken. „Das ist nicht unsere Strategie.“ München kommt derzeit von allen Seiten unter Druck: Zwei Autostunden westlich entsteht am Flughafen Stuttgart ein ganz neues Ausstellungsgelände. Nur 200 Kilometer weit weg im Norden liegt die Messe Nürnberg, die jüngst ein weiteres Kongresszentrum eröffnet hat.

Einen zusätzlichen Schub erhofft sich Wutzlhofer von der Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. Die Münchener stellen 40 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche für das Medienzentrum zur Verfügung. Die Mieteinnahmen seien in diesem Fall zwar zu vernachlässigen, ließ der Messemacher durchblicken. Denn offenbar haben sich die Bayern den prestigeträchtigen Zuschlag durch Nachlässe erkauft. Einnahmen erhofft sich die Münchener Messegesellschaft jedoch aus Dienstleistungen. Die ersten Techniker werden in die für die WM neu gebauten vier Hallen im Dezember einziehen und dann bis Ende Juli 2006 bleiben.

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