Ergebnis und Umsatz gesteigert
Edeka trotzt den Discountern

Die Hamburger Edeka-Gruppe hat im vergangenen Geschäftsjahr trotz der Kaufzurückhaltung der Verbraucher deutlich mehr verdient. Deutschlands größter Lebensmittel-Einzelhändler Edeka trotzt damit weiter dem Druck durch die Discount-Ketten.

HB HAMBURG. Edeka will den Umsatz auch 2004 ähnlich wie im Vorjahr um 2,0 % steigern und den Discountern mit seinen Eigenmarken Paroli bieten. Der Gesamtumsatz der Gruppe lag 2003 bei 31,16 Mrd. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) bezogen auf den Inlandsumsatz stieg um 16,5 % auf 470 Mill. €, wie der Vorstandschef der Edeka Zentrale AG & CO KG, Alfons Frenk, am Mittwoch in Hamburg berichtete. „Wir sind für 2004 und die Folgejahre zuversichtlich, die Marktbedeutung der Edeka weiter zu steigern“, sagte Frenk.

Mit einem Marktanteil von 20,2 % liegt die Edeka-Gruppe nach eigenen Angaben an der Spitze des deutschen Lebensmitteleinzelhandels. In diesem Jahr sollen rund 300 000 Quadratmetern Verkaufsfläche neu hinzukommen. Zudem sollen bis Ende 2005 rund 500 Märkte aus dem Filialsystem (2500 Märkte) an selbstständige Unternehmer überführt werden.

Vor allem die von selbstständigen Kaufleuten geführten Edeka-Märkte schnitten 2003 erfolgreich ab. Sie legten um 1,2 % zu und erreichten einen Umsatz von 9,56 Mrd. Euro. Der so genannte Regie-Einzelhandel dagegen verlor leicht um 0,2% und verbuchte einen Umsatz von 7,98 Mrd. Euro. Für einen besonderen Wachstumsschub sorgten die Großverbrauchermärkte, sagte Frenck. Mit einem Umsatzplus von 27,5 % auf 1,58 Mrd. Euro habe die Edeka-Gruppe ihre Position als Nummer Drei der Branche ausgebaut.

Im vergangenen Jahr beschäftigte Edeka den Angaben zufolge rund 200 000 Mitarbeiter. Die Gesamtverkaufsfläche erhöhte sich durch 220 neue Geschäfte leicht auf 7,4 Millionen Quadratmeter. In diesem Jahr werde das Unternehmen 1000 zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten, so dass zum 1. August 3000 junge Leute bei Edeka eine Lehre beginnen könnten, sagte Frenck. Insgesamt betreibt die Gruppe knapp 9100 Märkte. Neben Deutschland ist Edeka in Österreich, Tschechien und Dänemark präsent. Aus dem polnischen und französischen Markt haben sich die Edeka-Regionalgesellschaften im vergangenen Jahr wegen nicht erfüllter Umsatzerwartungen zurückgezogen.

Ihre Mehrheitsbeteiligung an der im SDax notierten Handelsgruppe AVA will die Edeka-Gruppe derzeit nicht weiter aufstocken. „Wir benötigen keine Aufstockung und auch keine eilige Aufstockung bei der AVA“, sagte Edeka-Chef Alfons Frenk auf der Bilanzpressekonferenz in Hamburg. Edeka sei nicht so konsequent auf dem Weg zu der für ein Herausdrängen von Kleinaktionären nötige Quote von 95 %, wie oft davon berichtet werde, sagte Frenk. „Wenn uns Papiere angeboten werden, prüfen wir betriebswirtschaftlich, ob es sich lohnt, sie zu erwerben“, fügte er hinzu. Vor einer Woche war bekannt geworden, dass Edeka seinen Anteil an AVA auf 83,2 % erhöht hatte.

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