Ermittlungen
Flughafen Wien im Visier der Finanzaufsicht

Der Flughafen Wien ist im Zusammenhang mit den Kostenüberschreitungen bei seiner Terminalerweiterung ins Visier der Finanzmarktaufsicht (FMA) geraten. Die Behörde habe ein Ermittlungsverfahren hinsichtlich der Informationspflicht eingeleitet, teilte der Flughafen am Freitagabend mit.

HB WIEN. Das Unternehmen sicherte der FMA volle Kooperation zu: „Der Flughafen Wien ist an einer raschen Aufklärung allfälliger Bedenken interessiert und wird mit der Finanzmarktaufsicht selbstverständlich voll zusammenarbeiten.“ Die Konzernführung sei sich keiner Verstöße bewusst.

Wie die Tageszeitung „Der Standard“ vorab aus ihrer Samstagausgabe berichtete, hatte die FMA am Freitag eine Vor-Ort-Prüfung durchgeführt. Nach Einschätzung von Juristen seien die aus dem Ruder gelaufenen Kosten als kursrelevante Informationen einzustufen, berichtete die Zeitung. Der Vorstand hätte dies den Aktionären daher unverzüglich mitteilen müssen. Das Flughafen-Management solle den Ermittlern nun alle erforderlichen Unterlagen zur Verfügung stellen.

Die veranschlagten Kosten für die Terminalerweiterung „Skylink“ haben sich von zunächst rund 400 Mio. Euro schrittweise auf zuletzt 830 Mio. Euro ausgeweitet. Das Management des Flughafens hat nun einen Baustopp verhängt, um die Verträge mit den Bauunternehmen neu zu verhandeln. Ziel sei es, die Kosten deutlich zu reduzieren. Die Fertigstellung für das neue Terminal ist weiterhin für 2011 geplant. Der Flughafen wird zu je 20 Prozent von den Bundesländern Wien und Niederösterreich kontrolliert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%