Erotikkonzern schreibt rote Zahlen
Beate Uhse soll „entschmuddelt“ werden

Mit einer neuen Strategie will der Erotikkonzern Beate Uhse aus den roten Zahlen kommen. Mit Premiumläden sollen mehr Frauen als Kunden gewonnen werden. Zudem will das Unternehmen sein Internet-Geschäft ankurbeln.

ap HAMBURG. Im Kampf gegen die roten Zahlen will der Erotikkonzern Beate Uhse seine Marke "noch mehr entschmuddeln". Das kündigte Vorstandssprecher Otto Christian Lindemann am Montag in Hamburg an. Im Geschäftsjahr 2007 lag das Konzernergebnis nach Steuern bei minus 13,2 Millionen Euro.

Als Gründe nannte Lindemann eine schwierige Marktsituation und Investitionen in ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm. Künftig will das Unternehmen stärker auf edlere Läden und den Internet-Verkauf setzen und neue Kunden ansprechen.

Auch die Umsätze fielen 2007 leicht von 271 Millionen Euro auf rund 268 Millionen Euro. Lindemann sagte, der Markt sei derzeit schwierig. Den klassischen Beate-Uhse-Kunden werde es künftig nicht mehr geben. Es gehe jetzt darum, andere Kunden in die Läden zu holen und ein Upgrade für die Marke zu erreichen. Allein in Deutschland gebe es einer Studie zufolge rund 25 Millionen potenzielle Kunden. Daher plant das Unternehmen eine Neuausrichtung, mit mehr Spielzeug, Wäsche und einem neuen Image.

Im Zuge dessen sollen die knapp 300 Läden umgestaltet werden, die unter Eigenregie oder Lizenz in elf Ländern Europas geführt werden. Künftig soll es nur noch zwei Typen geben: sogenannte Fun Center, die in Gewerbegebieten und an Autobahnausfahrten angesiedelt sind, und zunehmend Premium-Erotikläden, die verstärkt Frauen ansprechen. "Dort ist das Ambiente heller, freundlicher", sagte Lindemann. Es gebe keine Videokabinen mehr.

Den ersten Flagship-Store gibt es in München, bis zu 20 sollen es in Deutschland werden. Filialen, die nicht in dieses Konzept passen, sollen geschlossen werden - rund 35 bis 40 europaweit.

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