Erst 37 000 Geräte eingebaut Lkw-Maut bleibt Problemkind

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Ziel war bislang, mit 500 000 Geräten starten zu können. Jetzt legt sich das Konsortium nicht mehr darauf fest, dass am 1. Januar tatsächlich so viele Geräte eingebaut sind. „Wir können auch mit weniger Geräten starten“, sagte Sprecher Harald Lindlar. Bis zum Jahreswechsel sollten aber möglichst viele Lastwagen ausgestattet werden. Das bislang auf Ende Oktober befristete Bonus-Programm wurde deshalb um zwei Monate verlängert. 50 € Prämie bekommt nun, wer das Gerät vor dem 1. Oktober bestellt und bis zum Jahreswechsel einbauen lässt. Das Angebot gilt aber für maximal 200 000 Lkw.

Die Transport-Unternehmer warnten erneut, dass es bei einer manuellen Maut-Abwicklung zu einem Verkehrschaos kommen werde. „Vor den Tankstellen und an den Grenzen wird es dann ellenlange Staus geben“, sagte BGL-Hauptgeschäftsführer Karlheinz Schmidt. Der Verband schätzt, dass mindestens 400 000 Geräte eingebaut sein müssen, damit das System funktioniert. Auf den deutschen Autobahnen sind nach Schätzungen etwa 800 000 Lastwagen unterwegs.

Die Bundesregierung geht weiterhin davon aus, dass die Maut im dritten Anlauf termingerecht erhoben werden kann. „Es gibt keinen Hinweis, dass der Termin nicht gehalten wird“, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Wegen der Ausfälle durch die jetzt schon bestehende Verspätung bereitet die Bundesregierung eine Klage gegen das Konsortium vor. Im Gespräch sind Forderungen von bis zu drei Mrd. €. Die beiden Betreiber Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom weisen dies zurück.

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