Erste Bilanzpressekonferenz für neuen Chef
Appel will Lösung für US-Geschäft der Post

Der neue Post-Chef Frank Appel drückt bei der angestrebten Sanierung des US-Geschäfts aufs Gas. "Wir haben in den USA erhebliche Ergebnisprobleme", sagte er auf der Bilanzpressekonferenz. Appel bekräftigte, der US-Markt sei fester Bestandteil der Wachstumsstrategie. Ein Rückzug sei keine Lösung. Auch zur Postbank äußerte Appel sich.

HB BONN. "Wir haben uns viele Optionen angeschaut und die Zahl in den letzten Wochen eingeschränkt. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Mai mehr dazu sagen können", sagte der frühere Logistik-Vorstand am Donnerstag in Bonn.

Appel hatte Mitte Februar den Chefposten bei dem Logistikkonzern übernommen, nachdem sein Vorgänger Klaus Zumwinkel wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung aufgegeben hatte. Appel sprach von einer "faszinierenden Aufgabe", die er gerne übernommen habe. "Ich kann auf einem guten Fundament aufbauen, das Zumwinkel gelegt hat." Neuerungen in der Unternehmensstrategie kündigte Appel nicht an.

Eine Priorität liege auf dem Express-Geschäft in Amerika, sagte Appel. Aufgrund von Wertberichtigungen für das US-Geschäft von 594 Mill. Euro fiel 2007 im Unternehmensbereich Express ein operativer Verlust von 174 Mill. Euro an. Die Deutsche Post steht in hartem Wettbewerb mit den Platzhirschen UPS und Fedex und spürt die US-Wirtschaftsschwäche. In der Vergangenheit hatte der Post-Vorstand Optionen wie Partnerschaften oder einen Teilrückzug erörtert.

Die US-Wertberichtigungen schlugen auch auf den Konzerngewinn durch, der auf 1,39 Mrd. von 1,91 Mrd. Euro im Vorjahr zurückging. Dabei fiel das operative Ergebnis (Ebit) mit rund 3,2 Mrd. Euro etwas besser aus, als Analysten erwartet hatten. Die Post bekräftigte, die Dividende um 20 Prozent auf 90 Cent je Aktie erhöhen und langfristig die Ausschüttung verdoppeln zu wollen. Der Umsatz kletterte rund fünf Prozent auf 63,5 Mrd. Euro.

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