Erster Halbjahresverlust seit Börsengang
Qantas sieht Rot

Der starke Buchungsrückgang in Folge des Irak-Kriegs und der Lungenkrankheit Sars hat Australiens größte Fluggesellschaft Qantas Airways in den ersten sechs Monaten 2003 in die roten Zahlen gedrückt.

Reuters SYDNEY. Nach dem ersten Halbjahresverlust seit dem Börsengang 1995 gab sich das Unternehmen am Donnerstag aber optimistisch, noch in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. „Wenn uns nicht wieder Sonderfaktoren wie Sars belasten, werden wir wieder rentabler werden, aber wir haben noch Arbeit vor uns“, sagte Qantas-Chef Geoff Dixon. Um der wachsenden heimischen Konkurrenz durch Billigflieger wie Virgin Blue des britischen Unternehmers Richard Branson Herr zu werden, erwäge Qantas eine eigene Billigflug-Gesellschaft aufzubauen. Dies stieß bei Analysten auf Skepsis, da sie dadurch den Verlust von Marktanteilen im Hauptgeschäft befürchten.

In den ersten sechs Monaten bis Ende Juni schrieb die Fluggesellschaft, an der British Airways zu knapp 20 % beteiligt ist, einen Verlust von neun Mill. Australischen Dollar (rund 5,5 Mill. €). Dank eines Gewinns von 352,5 Mill. Australischen Dollar in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2002/03 erzielte das Unternehmen im Gesamtjahr ein positives Ergebnis von 343,5 Mill. Australischen Dollar. Dies lag zwar um 20 % unter dem Vorjahresgewinn, aber über den durchschnittlichen Analystenprognosen von 337 Mill. Australischen Dollar. Qantas-Aktien kletterten nach Bekanntgabe der Zahlen und der optimistischen Ergebnisprognose um mehr als sechs Prozent auf ein Monatshoch.

Trotz der wachsenden Billigflug-Konkurrenz am heimischen Markt hat Qantas dort weiter einen Anteil von rund 70 %. Um dem starken Buchungsrückgang im Zuge von Sars und des Irak-Kriegs im australischen und internationalen Geschäft zu begegnen, hat die Gesellschaft den Abbau von bis zu 3000 Stellen angekündigt. Dies entspricht rund zehn Prozent der Gesamtbelegschaft.

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