Erstes Halbjahr besser als erwartet
Fraport bestätigt Prognose für 2007

Der Flughafenbetreiber Fraport hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen Halbjahr die Umsatz- und Gewinnprognose bestätigt. Zudem hob Fraport das untere Ende der Wachstumsprognose für den wichtigsten Standort Frankfurt an.

dpa-afx FRANKFURT. In den ersten sechs Monaten sei der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wegen eines fehlenden Sondereffekts von 288,4 Mill. Euro auf 273 Mill. Euro gefallen, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mit. Von dpa-AFX befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 270,3 Mill. Euro gerechnet.

Der Umsatz legte von 1,037 Mrd. Euro auf 1,124 Mrd. Euro zu und übertraf damit leicht die Analystenprognose von 1,123 Mrd. Euro. Die Steigerung sei zum Großteil auf den Umsatz aus dem Finanzierungsleasingvertrag mit dem Airrail Center in Höhe von 57,6 Mill. Euro zurückzuführen, denen Aufwendungen in gleicher Höhe gegenüberstehen. Bereinigt um diesen Sondereffekt nahmen die Umsatzerlöse konzernweit den Angaben zufolge um 2,8 Prozent zu.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) ging von 175,8 Mill. auf 168,8 (Prognose: 164) Mill. Euro zurück. Beim Überschuss übertraf Fraport die Vorhersagen ebenfalls. Der Konzerngewinn vor Minderheiten kletterte von 97,0 auf 102,8 Mill. Euro, während Analysten mit einem leichten Rückgang auf 96,8 Mill. Euro gerechnet hatten. Nach Minderheiten stieg der Überschuss von 96,7 auf 102,5 Mill. Euro. Besonders positiv habe sich im Zusammenhang mit den internationalen Beteiligungen eine verbesserte Steuerquote auf das Konzern-Ergebnis ausgewirkt, teilte Fraport mit.

Das Unternehmen bestätigte seine Gewinn- und Umsatzziele für 2007. Der Konzernumsatz soll demzufolge stärker wachsen als im Vorjahr. Auch das Ebitda sollte gleichbleibend oder leicht besser ausfallen als das um Sondereffekte bereinigte Vorjahresergebnis. An seinem größten Flughafen Frankfurt will Fraport die Passagierzahlen im laufenden Jahr nun etwas stärker steigern als bisher erwartet. Die Zahl der Fluggäste soll statt um 1 bis zwei Prozent nun um 1,5 bis zwei Prozent zulegen.

Für die vor wenigen Tagen verkündete Aufstockung ihrer Beteiligung am Flughafen Lima hat Fraport 36,8 Mill. Dollar bezahlt. Dieser Kaufpreis entspreche dem achtfachen Ebitda des peruanischen Unternehmens, teilte das Unternehmen nun mit. Damit sei der Erwerb "im Vergleich zu anderen Transaktionen ausgesprochen attraktiv". Fraport hatte seine Beteiligung um 57,25 Prozent erhöht und damit alle Anteile an der Gesellschaft erworben. Ein Teil der Anteile in Lima soll später an peruanische Investoren und den Investitionsfonds der Weltbank (IFC) veräußert werden . Fraport wird aber mindestens 60 Prozent behalten.

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