Erstes Quartal
Adecco fährt gut mit neuer Strategie

Wegen der robusten Konjunkturlage in Europa kann sich der weltgrösste Personaldienstleister Adecco weiter auf eine starke Nachfrage nach Zeitarbeitern stützen. Im ersten Quartal konnte das Unternehmen gute Zahlen vorlegen.

HB ZÜRICH. „Der Branchenausblick ist unverändert günstig - die starke Nachfrage in Europa und Asien vermag die schwächere Marktentwicklung in den USA auszugleichen“, sagte Konzernchef Dieter Scheiff am Dienstag bei der Vorlage der Bilanz für das erste Quartal. Vor allem im lange schwächelnden Kernmarkt Frankreich seien erste Erfolge der neuen Strategie zu verzeichnen, mit der Adecco sich vom niedrigmargigen Volumengeschäft für Büro- und Industriearbeit lösen und auf die lukrative Vermittlung von Fachkräften konzentrieren will. Seine mittelfristigen Ziele bestätigte Adecco.

In den ersten drei Monaten verzeichnete das Unternehmen einen Gewinnsprung von 33 Prozent auf 133 Mill. Euro und übertraf damit die Markterwartungen. Die Bruttomarge stieg um 40 Basispunkte auf 17,8 Prozent, was hauptsächlich der Übernahme der DIS AG zu verdanken sei. Der Umsatz wuchs um sieben Prozent auf 5,0 Mrd. Euro.

Im April habe der Anstieg auf dem selben Niveau gelegen, sagte Scheiff in einer Telefonkonferenz. „Frankreich war ein wenig schwächer, aber in den anderen europäischen Märkten liegt die Entwicklung darüber.“

Im wichtigsten Markt Frankreich stieg der Umsatz in den ersten drei Monaten um acht Prozent. Damit konnte sich Adecco im Vergleich zu einem Plus von sieben Prozent im Schlussquartal 2006 nur wenig steigern, hielt die Bruttomarge aber stabil. Positive Impulse erhofft Scheiff sich von dem klaren Wahlsieg des konservativen Politikers Nicolas Sarkozy bei den französischen Präsidentschaftswahlen. Dieser stehe für radikale Arbeitsmarktreformen, die Adecco zu Gute kommen würden.

In USA und Kanada schrumpfte der Umsatz im Quartal um sechs Prozent. Deutschland blieb dank der guten Konjunkturlage mit einem Plus von 131 Prozent ein Wachstumstreiber.

Den Ausblick bekräftigte das Unternehmen. In den kommenden Jahren wird mit einem jährlichen Umsatzwachstum von durchschnittlich mindestens sieben bis neun Prozent und einer Verbesserung der Betriebsgewinn-Marge auf über fünf Prozent bis 2009 gerechnet.

Trotz der starken Bilanz verloren die Adecco-Titel am Dienstag 1,6 Prozent auf 83,90 Schweizer Franken, was Marktteilnehmer mit Gewinnmitnahmen begründeten. Auch die Konkurrenten Manpower und Vedior hatten starke Quartalszahlen vorgelegt, weshalb die Adecco-Papiere schon im Vorfeld der Quartalszahlen gestiegen waren.

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