Erstmals schwarze Zahlen
Bahn muss Gewinnprognose reduzieren

Die Deutsche Bahn geht in diesem Jahr von deutlich weniger Gewinn aus als ursprünglich erwartet. Der Verkehrskonzern rechnet einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zufolge inzwischen mit einem Betriebsgewinn von 206 Millionen Euro.

HB BERLIN. Aus dem Aufsichtsrat wurden die Informationen am Mittwoch bestätigt. Damit würde die Bahn zwar das Ziel erreichen, erstmals aus eigener Kraft schwarze Zahlen zu schreiben. Die Pläne, das Jahr mit einem Plus von 308 Millionen Euro abzuschließen, würden allerdings klar verfehlt.

Die „Welt“ zitierte zudem Aufsichtsratskreise, wonach der erwartete Gewinn zu großen Teilen auf der Ausgabensperre beruhe, die Bahnchef Hartmut Mehdorn Ende Juli verhängt hatte. Auf diese Weise seien 180 Millionen Euro eingespart worden. Der operative Gewinn betrage demnach nur 26 Millionen Euro. Der Konzern selbst wollte sich zu den Zahlen nicht äußern. Probleme bereiten der Bahn vor allem der Fern- und der Güterverkehr. Im ersten Halbjahr machte sie noch 62 Millionen Euro Verlust.

Die Fahrt in die Gewinnzone sollte ursprünglich dazu dienen, die Bahn im übernächsten Jahr teilweise an die Börse zu bringen. Auf Druck der Bundesregierung hat sich Bahnchef Mehdorn von einem schnellen Börsengang inzwischen verabschiedet. Anstelle des ursprünglich genannten Termins 2006 ist nun von einem Zeitraum bis 2008 die Rede.

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