Erstmals Umsatzplus seit über 2 Jahren
Silberstreif am Horizont für Gastgewerbe

Das deutsche Gastgewerbe hat dank gestiegener Umsätze der Hoteliers erstmals seit der Euro-Einführung wieder mehr Umsatz als im Vorjahr verbucht. Im Februar stiegen die Einnahmen von Restaurants, Kneipen und Hotels um nominal 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Der Trend sei erstmals seit Dezember 2001 wieder positiv.

HB BERLIN. Die Daten machen nach Einschätzung des Branchenverbands Dehoga Hoffnung, dass die Branche 2004 die Wende zum Besseren schafft. „Die Zahlen sind noch kein Anlass für Jubelschreie, sie stellen aber einen kleinen Hoffnungsschimmer dar“, sagte die stellvertretende Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges. Der Verband erwartet weiter einen nominalen Umsatzanstieg von etwa zwei Prozent in diesem Jahr.

Auch von Januar auf Februar machte die Branche mehr Umsatz: Real gaben die Gäste 0,2 % mehr aus. Für den Umsatzanstieg im Jahresvergleich sorgte den Statistikern zufolge alleine das Hotelgewerbe: Dort legten die Einnahmen um real 3,6 % zu. Nach Ansicht Hartges profitierten Hotels davon, dass Unternehmen wieder zunehmend für Tagungen und Kongresse buchten. Zudem sei ein Trend zu Kurzreisen in deutsche Städte zu verzeichnen.

Restaurants, Kneipen und Gaststätten mussten dagegen auch im Februar sinkende Umsätze verkraften, wenngleich das reale Minus von einem Prozent moderater als in den Monaten zuvor ausfiel. Gerade die Gastwirte hätten weiter unter der Konsumzurückhaltung der Menschen zu leiden, sagte Hartges. „Eine Trendwende bei der Gastronomie hängt maßgeblich davon ab, dass den Menschen von der Politik wieder Sicherheit gegeben wird.“

Das Gastgewerbe war in den beiden vergangenen Jahren besonders von der Sparsamkeit der Verbraucher betroffen, die realen Umsätze brachen um rund acht und sechs Prozent ein.

Die Branche setzt aber in diesem Jahr auf die Wende. „Unsere sicher optimistische Prognose für 2004 ist nach den Februar-Zahlen durchaus realistischer geworden“, sagte Hartges. Entscheidend für die weiteren Geschäfte sei nun neben dem Verlauf der politischen Reformdebatte, ob auch in diesem Sommer gutes Wetter die Deutschen zum Urlaub im eigenen Land animiere.

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