„Es sind keine Entscheidungen gefallen“
Lufthansa will offenbar bei DFS einsteigen

Die Deutsche Lufthansa will nach Angaben aus projektnahen Kreisen bei der Deutschen Flugsicherungs GmbH (DFS) einsteigen. Der Bund will die DFS m kommenden Jahr verkaufen, hieß es am Montag.

HB BERLIN/FRANKFURT. „Die Lufthansa hat starkes Interesse angemeldet“, hießes am Montag aus den Kreisen. Es sei aber klar, dass dem Unternehmen nicht die kompletten 74,9 Prozent zukommen werden, die im nächsten Jahr vom Bund verkauft werden sollten. Die Deutsche Flugsicherung ist derzeit zu 100 Prozent im Staatsbesitz, soll aber größtenteils verkauft werden. Über Eckpunkte zur Privatisierung werde das Bundeskabinett am 15. Dezember entscheiden, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Der Bund werde aber eine Sperrminorität von 25,1 Prozent behalten. Damit können wichtige Entscheidungen blockiert werden. Der Wert der DFS wird in Branchenkreisen auf mehrere hundert Millionen Euro geschätzt. Ein Lufthansa-Sprecher erklärte: „Es sind keine Entscheidungen gefallen.“

In Kreisen der Luftfahrtbranche hieß es, die Lufthansa habe Interesse an einem strategischen Investor statt eines reinen Finanzinvestors bei der DFS. „Die Lufthansa will selber mitgestalten, es seien aber noch eine Reihe offener Fragen zu klären“, hieß es in den Kreisen weiter.

Die Deutsche Flugsicherung GmbH wurde 1993 gegründet. Ihr Sitz ist Langen in Hessen. Das Unternehmen ist bundesweit an 19 internationalen und regionalen Flughäfen vertreten. Insgesamt 5 400 Mitarbeiter sind bei der DFS angestellt.Die DFS machte 2003 einen Umsatz von 900 Millionen Euro und erzielte einen Jahresüberschüss von knapp 81 Millionen Euro.

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