Etihad-Einstieg perfekt
Alitalia wird doch noch arabisch

Der Deal zwischen Etihad und Alitalia ist nach langem hin und her unter Dach und Fach. Die Gewerkschaften müssen eine bittere Pille für den Einstieg schlucken. Etihad verspricht im Gegensatz eine Milliardeninvestition.
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MailandDie Weichen für den Ende Juni vereinbarten Großeinstieg des Air-Berlin-Aktionärs Etihad bei der angeschlagenen italienischen Alitalia sind gestellt. Am Freitag stimmten die Aktionäre der Alitalia dem Vertrag mit der arabischen Airline aus Abu Dhabi zu.

Nachmittags wollten die Chefs von Etihad und Alitalia, James Hogan und Gabriele Del Torchio, Angaben aus der italienischen Regierung zufolge die Vereinbarung unterschreiben. Die arabische Airline und Alitalia hatten vereinbart, dass Etihad 49 Prozent der Alitalia übernimmt. Das muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Die Alitalia-Aktionäre mussten auch der nochmals um 50 Millionen aufgestockten weiteren Kapital-Erhöhung von 300 Millionen Euro zustimmen. Die italienische staatliche Post will 75 Millionen Euro in die marode Alitalia investieren, eine zuletzt nochmals erhöhte Summe.

Etihad wird in einem ersten Schritt 560 Millionen Euro investieren. Die Araber hatten den Abbau von mehr als 2000 Alitalia-Jobs sowie die Beteiligung anderer Unternehmen bei der Sanierung verlangt. Dieses Ziel wurde erreicht. Alitalia hatte den Gewerkschaften am Freitagmorgen in letzter Minute die Zustimmung zur Rettung abgerungen.

Wenige Stunden vor der geplanten Unterzeichnung des Bündnisses einigte sich die italienische Fluglinie mit mehreren Gewerkschaften, die sich bislang gegen neue Arbeitsverträge gesträubt hatten. Die neuen Kontrakte sind ein Kernbestandteil der Kooperation. Voraussichtlich werden nun 1635 Arbeitsplätzen abgebaut.

Dem italienischen Verkehrsminister Maurizio Lupi zufolge wird Etihad insgesamt 1,2 Milliarden Euro bis 2017 investieren. Nach den Plänen soll Alitalia 2017 die Gewinnschwelle erreichen und danach schwarze Zahlen schreiben. Das ist dem Unternehmen in seiner 68-jährigen Geschichte bislang nur selten gelungen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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