EU-Fluggastrechte bestätigt
Billigflieger müssen Schlappe hinnehmen

Wenn Flüge in EU-Staaten gestrichen werden oder sich stark verspäten müssen Fluggesellschaften auch künftig voraussichtlich ihre Passagiere auch künftig angemessen entschädigen.

HB BRÜSSEL. Vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg erklärte der beratende EU-Generalanwalt am Donnerstag in einer Vorabentscheidung entsprechende Regeln der EU-Fluggastverordnung für gültig. Mehrere Interessenverbände der Fluggesellschaften sowie die deutsche Hapag-Lloyd-Express hatten in dieser Sache eine Klärung beantragt, auf die insbesondere Billigflieger dringen. Das EU-Gericht in Luxemburg schließt sich häufig der Entscheidung des Generalstaatsanwalts an. Mit dem abschließenden Urteil ist indes erst in einigen Monaten zu rechnen.

Lufthansa wollte die Vorabentscheidung nicht kommentieren. Ein Sprecher der zum Reisekonzern Tui gehörenden Hapag-Lloyd-Express sagte, man müsse erst einmal die tatsächliche Entscheidung abwarten. Es sei denkbar, dass dort doch noch die eine oder andere Korrektur der jetzigen Regelung vorgenommen werde.

In der seit Mitte Februar gültigen EU-Verordnung sind unter anderem Ausgleichs- und Erstattungsansprüche von Passagieren geregelt, wenn Flüge annulliert werden oder nur mit beträchtlicher Verspätung starten. In diesen Fällen sind unter anderem Betreuungsleistungen sowie das Bereitstellen von Essen oder Hotelzimmern vorgesehen.

Der High Court of Justice in Großbritannien hatte im Rahmen einer Klage des Weltluftfahrtverbandes (IATA) sowie der European Low Fares Airline Association (ELFAA) den Gerichtshof um eine Vorabentscheidung zu einzelnen Bestimmungen der Verordnung ersucht. Die IATA vertritt die Interessen von rund 270 Fluggesellschaften aus der Gemeinschaft und Drittstaaten. Die ELFAA ist eine Vereinigung von zehn europäischen Billigflug-Gesellschaften.

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