EU-Kommissar
Barnier will Beratungsverbot für Bilanzprüfer

Wieder will EU-Kommissar Barnier den Wirtschaftsprüfern an den Kragen. Diesmal möchte er verbieten lassen, dass eine Gesellschaft ein Unternehmen berät und zugleich dessen Bilanzen prüft.
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LondonDie EU will es möglicherweise Wirtschaftsprüfern untersagen, Unternehmen zu beraten deren Bilanzen sie überwachen. EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier erklärte am Donnerstag, die derzeitige Rolle dieser Unternehmen habe einige Schwachpunkte.

Im November werde er deshalb einen Gesetzesentwurf zur Reform der Branche vorlegen, die von den „Großen Vier“ KPMG, Ernst + Young, Deloitte und PriceWaterhouseCoopers dominiert wird - diese prüfen die Bilanzen von 80 Prozent der Aktiengesellschaften in Europa. Darin sei unter anderem ein obligatorischer Wechsel der Bilanzprüfer nach einigen Jahren vorgesehen.

Zudem will Barnier den Wettbewerb unter den Firmen anheizen. Die Buchprüfer gerieten im Zuge der Finanzkrise in die Kritik, da sie den Banken einen guten Gesundheitszustand bescheinigten, obwohl diese oftmals nicht genug Kapital vorhielten und zu große Risiken eingingen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich stimme dem zu. Consulting und Bilanzprüfung sollte strenger getrennt werden. Wobei ich glaube, dass ein solches Gesetz so formuliert wird, dass Firmen wie Deloitte dieses wieder umgehen werden können. Selbst wenn es so ein Gesetz geben sollte, bleibt das Problem, dass die Bilanzprüfer immer noch ihr Honorar von den DAX Unternehmen beziehen, welche sie prüfen. D.h. sie werden weiterhin zu deren Gunsten prüfen, um den Kunden nicht zu verlieren.

  • Ein sehr vernünftiger und längst überfälliger Vorschlag-auch wenn er den großen 4 und dem Handelsblatt nicht gefällt. Leider wird er sich wohl gegen eine übermächtige Lobby nicht durchsetzen können.

  • trau schau wem ;>

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