EU-Kommission billigt Übernahme
Easyjet macht Front gegen Lufthansa

Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet will möglicherweise vor den Europäischen Gerichtshof ziehen, um die Übernahme der deutschen Regionalfluggesellschaft Eurowings und ihrer Billig-Tochter Germanwings durch Lufthansa zu verhindern.

HB DÜSSELDORF. Die EU-Kommission hatte Ende vergangener Woche der Verbindung unter Auflagen zugestimmt. Lufthansa behält 49 Prozent der Eurowings-Anteile. Die Mehrheit bleibt bei dem Unternehmer Albrecht Knauf. Die wirtschaftliche Kontrolle über die bereits in Lufthansa-Flugplänen integrierte Eurowings erhält der Konzern nach Angaben einer Sprecherin über eine Stimmbindungsvereinbarung, die ihr zusätzliche Stimmrechte für ein Prozent der Anteile plus eine Aktie einräumen. Die EU-Kommission fordert von Lufthansa die Aufgabe von Start- und Landerechten auf drei Nebenstrecken, falls Wettbewerber dies fordern. Nach Angaben des Unternehmens wirkten sich diese Auflagen mangels Nachfrage derzeit überhaupt nicht aus.

Easyjet beklagte bereits vor der Brüsseler Entscheidung, dass Lufthansa mit Eurowings mit Germanwings bereits 57 Prozent Marktanteil hätte. Deutschland-Geschäftsführer John Kohlsaat sagte jetzt nach dem Brüsseler Votum, die Auflagen seien „ein Witz“. Die Kommission scheine nationale Monopole zu bevorzugen. In einem Brief an Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber fordert Easyjet „Garantien“, dass der deutsche Luftfahrtkonzern seine Marktmacht nicht missbraucht.

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