EU-Kommission
Post darf Exel schlucken

Die EU-Kommission hat die milliardenschwere Übernahme des britischen Logistik- und Speditionsunternehmens Exel durch die Deutsche Post genehmigt - und zwar ohne Auflagen.

HB BRÜSSEL. Der Kauf, mit dem die Post der weltweit führende Logistikkonzern werden will, beeinträchtige den Wettbewerb in Europa nicht spürbar, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel zur Begründung mit. Exel ist der größte Zukauf in der Firmengeschichte der Post. Die Übernahme soll rund 5,5 Mrd. Euro kosten. Die Post will mit ihrer weiteren Expansion im Ausland ihre Abhängigkeit vom voraussichtlich 2007 auslaufenden deutschen Briefmonopol weiter verringern. Mit der Übernahme wird die Post mit dann rund einer halben Million Beschäftigten zu einem der zehn größten Unternehmen der Welt.

Die Post erklärte, sie wolle die Übernahme nach letzten noch ausstehenden Genehmigungen nun bis Mitte Dezember abschließen. Exel-Aktien würden voraussichtlich am 9. Dezember zum letzten Mal gehandelt. Die Übernahme solle dann zum 13. Dezember vollzogen sein.

Die Kommission erklärte, mit Exel werde sich der Marktanteil der Post bei der Luftfracht in einigen Ländern deutlich erhöhen. Im gleichen Bereich ist das Unternehmen bereits über ihre Töchter DHL und Danzas tätig. Allerdings gebe es mit UPS aus den USA, dem niederländischen Post- und Logistikkonzern TNT und Kühne + Nagel aus der Schweiz andere starke Anbieter, die ähnliche Dienstleistungen anbieten, erklärte die Kommission.

Der Marktanteil der Post wird nach Einschätzung der Kommission besonders in Finnland, Ungarn und Schweden spürbar wachsen. Allerdings müsse der Markt für Luftfrachtspeditionen europaweit betrachtet werden.

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