EU-Kommission skeptisch Niki-Übernahme durch Lufthansa steht wohl „auf Messers Schneide“

Die Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki durch die Lufthansa könnte scheitern: Die EU-Kommission sieht den Deal laut Medienberichten weiter sehr skeptisch. Sie erwarte weitere Eingeständnisse seitens Lufthansa.
Update: 13.12.2017 - 14:14 Uhr Kommentieren
Lufthansa: EU sieht Niki-Übernahme weiter skeptisch Quelle: dpa
Air-Berlin-Übernahme

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will nach dem Aus der Fluggesellschaft Air-Berlin die Tochter Niki übernehmen.

(Foto: dpa)

Berlin/BrüsselDie EU-Kommission sieht einem Insider zufolge die Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki durch die Lufthansa weiter skeptisch. Auch nach Zugeständnissen der Frankfurter und der Reaktion der Konkurrenten darauf stehe der Deal „auf des Messers Schneide“, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch von einer Person, die mit der Situation vertraut ist.

Stand der Dinge sei, dass es so wohl nicht reicht. Dies habe auch eine erste EU-Befragung der Lufthansa-Rivalen zu den Kompromissen ergeben, bestätigten zwei weitere Insider. Entscheidend sei, dass die Lufthansa nun noch weitere Zugeständnisse mache und vor allem auch Start- und Landerechte (Slot) an großen und attraktiven deutschen Flughäfen wie München oder Berlin-Tegel abgebe, hieß es. Die Lufthansa und die EU-Kommission lehnten einen Kommentar dazu ab.

Die Lufthansa befindet sich nach Aussage eines Insiders im Austausch mit der EU-Kommission. Es gebe laufende Verhandlungen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hatte noch im Freitag betont: „Wir haben ziemlich starke Wettbewerbsbedenken.“ Die Brüsseler Behörde entscheidet bis zum 21. Dezember, ob die Lufthansa wie geplant die Air-Berlin-Töchter Niki aus Österreich und LGW aus Dortmund übernehmen kann.

Das sind die besten Airlines 2018
Platz 10: Japan Airlines (Japan)
1 von 10

Jedes Jahr vergibt die australische Agentur Airline Ratings die „Airline Excellence Awards“. Dabei werden die Besten der Branche ausgezeichnet – vom Billigflieger bis zum kulinarischen Champion. Auf Platz 10 landet in diesem Jahr Japan Airlines.

Quelle: (AirlineRatings/CNN)

Platz 9: Cathay Pacific (Hongkong)
2 von 10

Eingerechnet in die Wertung werden vier wichtige internationale Sicherheitsüberprüfungen, sowohl branchenintern als auch von Behördenseite. Dazu kommen das Alter der Flotte, Bewertungen der Passagiere, Profitabilität, Bonitätsnoten und die wichtigsten Produktangebote. „Wir schauen uns auch an, ob die Airline innovativ ist und neue Dinge ausprobiert, die das Erlebnis der Passagiere verbessern“, sagte Geoffrey Thomas, Chefredakteur von AirlineRatings.com. In diesem Jahr wird die Rangliste von Airlines aus Australien und Asien dominiert – wie hier Cathy Pacific aus Hongkong.

Platz 8: Korean Air (Südkorea)
3 von 10

Die koreanische Airline wurde für die geräumigen Sitze in ihrer Economy-Klasse ausgezeichnet.

Platz 7: All Nippon Airways (Japan)
4 von 10

Alle Fluggesellschaften auf der Liste haben eine Sicherheitsbewertung von sieben Sternen und stehen für Innovationen, erklärte Airline Ratings. „Egal ob Nummer eins oder Nummer zehn – alle diese Airlines sind die Besten der Besten, die Elite der Luftfahrt“, hieß es in der Begründung der Jury. „Sie sind die Trendsetter und der Maßstab, an dem alle anderen gemessen werden.“

Platz 6: Etihad (Vereinigte Arabische Emirate)
5 von 10

In der Jury sitzen nach Angaben von Airline Ratings Experten, die seit 20 Jahren die Welt der Luftfahrt bewerten. Auch wenn vor allem Unternehmen aus Australien und Neuseeland ausgezeichnet wurden, erklärt Thomas, der Prozess sei „objektiv und nicht manipulierbar“. Trotz jüngster Turbulenzen in der Führung schneiden Airlines wie Etihad außergewöhnlich gut ab.

Platz 5: Virgin Atlantic (Großbritannien)
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Gleich zwei Mal ist Virgin in den Top Ten vertreten. Virgin Atlantic ist dabei die am besten bewertete europäische Airline.

Platz 4: Virgin Australia (Australien)
7 von 10

Die Airline von Unternehmer Richard Branson wurde für die beste Business-Class ausgezeichnet. Die Luxus-Suite „The Business“ sei einzigartig in dem Segment.

Branchenexperten und die Airline selbst rechnen mit Auflagen – anders als beim Easyjet-Deal, den die Kommission bereits durchgewunken hat. Sollte die EU eine vertiefte Prüfung über 90 Werktage einleiten, dürfte sich die Lufthansa von dem Vorhaben zurückziehen und auch die Zwischenfinanzierung für Niki einstellen. Dies würde nach Air-Berlin-Angaben die sofortige Insolvenz von Niki nach sich ziehen.

Bei einem Platzen des Niki-Deals würde nach Worten von Tui-Chef Fritz Joussen „viel Kapazität aus dem deutschen Markt gehen“. Im Ergebnis dürfte es hohe Nachfrage geben, so dass die verbleibenden Fluggesellschaften ein gutes Umfeld hätten. „Deshalb sind wir zuversichtlich.“ Die Insolvenz von Air Berlin belastete Europas größten Reisekonzern TUI demnach im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr mit 15 Millionen Euro. Denn man habe eine Leasing-Vereinbarung neu verhandeln müssen, sagte Joussen.

  • rtr
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