EU-Minister müssen noch zustimmen
Europaparlament votiert für Fluggastentschädigung

Flugpassagiere in der Europäischen Union haben bei Verspätungen und Überbuchungen künftig Anspruch auf Entschädigung. Dies hat das Europaparlament entschieden.

HB STRAßBURG. Von 2005 an sollen Passagiere bis zu 600 Euro Schadenersatz erhalten, wenn sie wegen Überbuchung nicht an einer Reise teilnehmen können. Dies beschlossen die Abgeordneten in Straßburg am Donnerstag mit großer Mehrheit.

Der Entscheidung müssen allerdings die EU-Minister noch zustimmen. „Wir haben es gemeinsam geschafft, sowohl die Verbraucher- als auch die Airline-Interessen ausgewogen zu berücksichtigen. Deshalb erwarte ich, dass die EU-Minister zu dem Kompromiss stehen“, sagte der SPD-Luftfahrtexperte Ulrich Stockmann. Die Lufthansa als größte deutsche Fluggesellschaft begrüßte die neue Regelung. Damit hätten künftig alle Gesellschaften in der EU eine verbindliche Regelung.

Scharfe Kritik übte dagegen der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalter Verband. So gebe es eine Ungleichbehandlung von Fluggesellschaften aus der EU und aus anderen Ländern. Während eine deutsche Gesellschaft beim Flug von Istanbul nach Berlin der Neurregelung zufolge für Verspätungen haften würde, sei dies bei einer türkischen Gesellschaft nicht der Fall, kritisierte Hauptgeschäftsführer Jochen Martin in Berlin. Er hoffe, dass der Beschluss noch gestoppt werde.

In der neuen Regelung sind die Zahlungen an die Passagiere bei Flugausfällen nach der Länge der Flugroute gestaffelt.

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