EU nimmt umstrittene Verordnung zurück
Drinnen doch wieder Olivenöl-Kännchen

Es ist keine Woche her, da sorgte die EU für Entrüstung, weil ab 2014 keine Olivenöl-Kännchen mehr auf Restaurant-Tischen stehen sollten. Nach heftigen Protesten werden die Pläne gestoppt - und die Karaffen bleiben.
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DüsseldorfDie EU-Kommission zieht ihre umstrittenen wie skurrilen Pläne zur Reform der sogenannten „Durchführungsverordnung über die Vermarktungsvorschriften für Olivenöl“ nur eine Woche nach der Ankündigung wieder zurück.

Am vergangenen Freitag hatte man in Brüssel entschieden, dass auf den Tischen von Restaurants am 2014 keine Kännchen mit Olivenöl mehr stehen dürfen. Nach der Neuregelung hätten Gastronomiebetriebe nur noch Einwegflaschen anbieten dürfen, die versiegelt und nicht nachfüllbar sind. Es fehlte eigentlich nur noch der Eintrag ins Amtsblatt der Europäischen Union.

Der EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos begründete den Rückzug am Donnerstag in Brüssel mit der heftigen Kritik, die der Vorstoß in den vergangenen Tagen hervorgerufen hatte. Er wolle sich mit Herstellern, Verbraucherschutzorganisationen und der Gastronomie beraten und dann einen neuen Vorschlag machen.

Dienen sollte die Entscheidung eigentlich dem Schutz der Konsumenten: Damit werde sichergestellt, dass der Restaurantkunde kein minderwertiges Öl angedreht bekomme, hieß es vor einer Woche. Merkwürdig war allerdings die auch Tatsache, dass es für ebenfalls auf Gasthaustischen zu findende Essigkaraffen, Tabascoflaschen oder Salzstreuer keine Regelung geben sollte.

Die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) war jedenfalls außer sich. „Wir haben kein Verständnis für diese Regelungswut“, sagte Ingrid Hartges im Gespräch mit Handelsblatt Online. „Das ist eine Lachnummer. Als ob es in der EU nichts Wichtigeres zu tun geben würde.“

Vor allem das Argument mit dem Verbraucherschutz hielt sie für fadenscheinig. „Uns sind keinerlei Missstände bekannt bei Olivenöl.“ Selbst wenn das der Fall wäre, dürfe man nicht die Gastronomie dafür bestrafen. „Da muss man die Olivenölproduzenten- und Händler härter an die Leine nehmen. Es ist besser, das regelt jedes Land für sich alleine. Die EU soll sich lieber um wichtigere Dinge kümmern.“

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  • (: Es geht doch nichts über Berechenbarkeit und Kontinuität!
    Gerade hatte man sich nach Jahrzehnten der Unsicherheit darauf eingestellt, von dieser unnützen, überbezahlten, unterbeschäftigten Truppe von geistigen Kleingärtnern endlich auch vor gefährlichem Olivenöl beschützt zu werden-
    und dann war"s mal wieder nix...! *Schluchz!*

    Vielleicht kommt auch bald eine genaue, mind. 2.000 Seiten umfassende EU-Richtlinie, wie, womit (und vor Allem mit welcher Hand) man sich nach dem Stuhlgang den Axxxx abzuputzen hat...!?


  • Und wieviele von diesen Clowns müssen jetzt gehen?

  • In einem guten Haus gibt es diese unhygienischen und mehr als bedenklichen Speisenveränderer nicht am Tisch. Das Verbraucherministerium, das über die Rücknahme der EU Entscheidung heute froh ist, sollte doch das Äußere und die Inhalte der Flaschen usw. in geeigneten Laboren unregelmäßig untersuchen lassen. Danach würde mit Sicherheit sehr schnell ein Umdenken stattfinden. Ich wünsche jedem, der die Flaschen usw. angreift, einen guten Appetit.

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