EU-Subventionen
Agrarhändler BayWa legt sich mit Bundesbehörden an

Dicke Luft bei BayWa. Der Agrarhändler wehrt sich gegen eine Liste mit Empfängern von EU-Subventionen. Auf dieser steht BayWa ganz oben. Zu Unrecht, wie der Konzern vermelden lässt.
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MünchenDer Agrarhändler BayWa legt sich wegen vermeintlicher Subventionsbezüge mit den Bundesbehörden an. Das Unternehmen sieht sich zu Unrecht als einer der größten EU-Agrarbeihilfen-Empfänger in einer Liste der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) ausgewiesen. „Die BayWa AG hat im EU-Haushaltsjahr 2010 keinerlei europäische Agrarsubventionen erhalten“, teilte das Münchener Unternehmen am Freitag mit.  

Auf der Internet-Seite der BLE bezeichnet die Behörde die BayWa als Zahlungsempfänger von 13,4 Millionen Euro. In der betreffenden Rubrik „Europäischer Garantiefonds für Landwirtschaft - Sonstige“ seien auch Zahlungen im Rahmen der staatlichen Agrarmarktmaßnahmen aufgeführt, heißt es darunter.  

Dem Unternehmen ist dies nicht klar genug. Vorstandschef Klaus Josef Lutz äußerte sich verärgert: „Diese Art der Darstellung ist in hohem Maße geschäftsschädigend für die BayWa, da die BayWa definitiv hier keine Subventionen von der EU erhalten hat. Die EU hat uns leistungsgemäß vergütet.“ Sein Haus habe den staatlichen Stellen vertragsgemäß Getreide verkauft, es in ihrem Auftrag gelagert und dafür das Geld erhalten. „Deshalb erwägen wir rechtliche Schritte unter anderem gegen die BLE, die für die Veröffentlichung der Zahlen verantwortlich ist“, erklärte Lutz. Die BLE war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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