Handel + Konsumgüter
EU will höhere Flugpreise für Entwicklungshilfe

Zugunsten von Menschen in den so genannten Entwicklungsländern sollen die Flugpreise steigen. Die EU will Fluggäste mit ein oder zwei Euro zur Kasse bitten.

HB BERLIN. Die Europäische Union (EU) will künftig Flugpassagiere zur Finanzierung von mehr Entwicklungshilfe heranziehen. Ein oder zwei Euro pro Flug solle jeder zahlen, hieß es. Offen sei jedoch noch, ob die Abgabe freiwillig oder verpflichtend sein solle.

Nach Beratungen der EU-Finanzminister sagte der luxemburgische Premier und Ressortchef Jean-Claude Juncker am Samstag in Luxemburg, eine endgültige Einigung solle im Juli fallen. Deutschland tritt mit einigen anderen Mitgliedstaaten für eine verpflichtende Abgabe ein.

Nach aktuellem Verhandlungsstand dürfte es den Mitgliedstaaten freigestellt werden, den „Ticket-Euro“ einzuführen oder nicht. Auch könnten es Staaten Fluggesellschaften und Passagieren freistellen, den Beitrag zur Reduzierung der Kindersterblichkeit in armen Ländern zu leisten. Die EU-Kommission will in den nächsten Wochen einen konkreten Vorschlag machen, der dann im Juni von den obersten Kassenhütern der EU gebilligt werden muss.

Gescheitert ist das Vorhaben einer Flugbenzin-Steuer, die von Deutschland, Frankreich und der EU-Kommission unterstützt wird. Da Länder mit großem Tourismus wie Spanien und Griechenland teureres Kerosin strikt ablehnen, ist die in der EU nötige Einstimmigkeit derzeit nicht möglich.

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