Euro-Krise
Dienstleister geraten aus der Wachstumsspur

Die deutschen Dienstleister treten praktisch auf der Stelle - das Markit-Barometer fällt unter die Wachstumsschwelle. Die Euro-Krise und die Sorge um die Weltwirtschaft verunsichern.
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BerlinDie Eurokrise und die schwächelnde Weltkonjunktur haben die deutschen Dienstleister im Juni vom Wachstumskurs abgebracht. Der am Mittwoch vorgelegte endgültige Service-Index des Markit-Instituts fiel auf 49,9 Punkte von 51,8 Zählern im Mai und rutschte damit knapp unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Somit treten die Dienstleister zum ersten Mal seit acht Monaten praktisch auf der Stelle. Als Gründe für die Flaute gelten weniger Neu- und Folgeaufträge sowie die allgemeine Kaufzurückhaltung der Kunden. Die Dienstleister der Euro-Zone haben ihre Talfahrt unterdessen leicht gebremst. Der Einkaufsmanagerindex stieg um 0,4 auf 47,1 Punkte.

Frankreich, Italien, Spanien und Irland grenzten ihre Geschäftseinbußen ein, während in Deutschland die Schrumpfkur gerade erst begonnen hat: "Rechnet man die Einbußen des Industriesektors mit ein, dann ergibt sich daraus die stärkste Kontraktion der deutschen Privatwirtschaft seit drei Jahren", sagte Markit-Ökonom Tim Moore. Genauen Aufschluss darüber gibt der Composite Index, der die Ergebnisse aus dem Industrie- und dem Dienstleistungssektor zusammenfasst. Er fiel von 49,3 Punkten im Mai auf aktuell 48,1 Zähler. Dabei wurde der erste Schätzwert von 48,5 Punkten noch unterschritten.

Die Geschäftsaussichten der Dienstleister für die nächsten zwölf Monate verschlechterten sich zum ersten Mal in diesem Jahr und trübten sich gegenüber dem Vormonat deutlich ein. Das entsprechende Barometer gab so stark nach wie zuletzt im November 2002. "Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die erneut schrumpfenden Auftragseingänge und die anhaltenden Sorgen um die Weltwirtschaft", erläutert Moore.

Grund für das Auftragsminus sind hauptsächlich die schwächere Binnennachfrage und die niedrige Ausgabenbereitschaft der Kunden in den Euro-Ländern. Mit Abstand am schlechtesten schnitten die Bereiche Vermittlung von Finanzdienstleistungen und Post & Telekommunikation ab. Insgesamt verbuchte die deutsche Privatwirtschaft den stärksten Rückgang seit sieben Monaten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gut so. Dienstleistung bringt Niemanden weiter. Dort herrschen oft Arbeitsbedingungen, wie wir sie nur aus Geschichtsbüchern kennen. Man kann im Interesse der Menschen nur hoffen, dass möglichst viele gerade Arbeitslose NICHT mehr für diese kruden Arbeitgeber regelrecht mißbraucht werden.

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