Euronext, Deutsche Börse, Borsa Italiana
Italiener werben für europäische Super-Börse

In Europa soll einem Zeitungsbericht zufolge eine pan-europäische Börse unter Beteiligung der Euronext, der Borsa Italiana und der Deutschen Börse AG entstehen.

HB LONDON. Wie der „Daily Telegraph“ am Mittwoch berichtete, sollen die Aktionäre der Vierländerbörse Euronext 50 Prozent an einer „Super-Holding“ halten, in der die drei einzelnen Unternehmensgruppen und ihre verschiedenen Aktivitäten gebündelt werden sollen. Dies gehe aus dem Borsa-Italiana-Plan mit dem Codenamen „Progetto Rinascimento“ hervor, den die Italiener vorgelegt hätten. Die Borsa Italiana und die Deutsche Börse würden zusammen die verbleibenden 50 Prozent halten. Das Blatt berief sich dabei auf Einzelheiten aus dem Vorschlag. Dem Bericht zufolge hat der geplante Zusammenschluss ein Volumen von 21,5 Mrd. Euro.

Der Chef der Borsa Italiana, Angelo Tantazzi, stellte dem Bericht zufolge die Vorschläge zur Verbindung der Börsen in dieser Woche in Rom bei einem Treffen mit Euronext-Chef Jean-Francois Theodore und Euronext-Boardmitglied Olivier Lefebvre vor. Die Euronext-Manager seien im Zuge eines monatlichen Treffens mit Capuano in Rom gewesen, um über die gemeinsam Bond-Handelsplattform MTS zu sprechen.

Die Deutsche Börse bemüht sich um eine Fusion mit der Mehrländerbörse Euronext. Diese hat sich jedoch für ein Zusammengehen mit der New York Stock Exchange (NYSE) ausgesprochen. Euronext betreibt die Börsen von Paris, Brüssel, Amsterdam und Lissabon sowie die Londoner Derivate-Börse Euronext.Liffe. Mit der Fusion mit der NYSE entstünde der weltgrößte Wertpapiermarkt-Betreiber und die erste transatlantische Börse überhaupt.

Capuanos Plan sehe vor, dass die drei Börsenbetreiber nach ihrem Zusammenschluss zwei separate Unternehmen gründen sollen, von denen eines für den Derivatehandel und eines für den Aktienhandel zuständig sein soll. Beide sollen vollständig im Besitz der Holding bleiben. Die Technik der Börsenplätze soll von einer dritten Unternehmen betrieben werden, an diesem soll die Holding mindestens die Anteilsmehrheit halten. Clearing und Abwicklung sollen von zwei weiteren Unternehmen vorgenommen werden. An diesen soll die Holding lediglich eine Minderheitsbeteiligung halten.

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