Europäische Billigflieger
Mehr Passagiere bei Easyjet - weniger für Air Berlin

Während der Billigflieger Easyjet steigende Passagierzahlen verzeichnet, geht der Sinkflug bei Air Berlin weiter. Auch in der Flugzeugauslastung hat der britische Konkurrent die Nase vorn.
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FrankfurtDer britische Billigflieger Easyjet verzeichnet steigende Passagierzahlen, doch bei Air Berlin geht der Sinkflug weiter: Im November schrumpfte die Zahl der Fluggäste des kleineren Konkurrenten um 8,4 Prozent auf gut zwei Millionen Passagiere, wie Air Berlin am Donnerstag mitteilte.

Damit beschleunigte sich der Abwärtstrend bei der in der Sanierung steckenden Airline. Von Januar bis November summiert sich das Minus der Passagierzahlen inzwischen auf 5,4 Prozent. Gleichzeitig strich Air Berlin das Flugangebot zusammen und verringerte so die Kapazität um 7,1 Prozent.

Die Flugzeuge waren damit besser ausgelastet: Von 100 Sitzen waren 80 besetzt, im Jahr zuvor waren es noch 78,5 Sitze gewesen. Im November lag die Auslastung bei 76,9 Prozent, ein Anstieg von 2,7 Prozentpunkten zum Vorjahresmonat.

Allerdings macht Easyjet auch hier vor, wie es besser geht: Bei der nach Ryanair zweitgrößten europäischen Discount-Airline lag der sogenannte Sitzladefaktor im November bei 89,6 (Vorjahresmonat: 88,3) Prozent - von 100 Sitzen waren also fast 90 besetzt. Easyjet befördert etwa doppelt so viele Passagiere wie Air Berlin: Im November stieg die Zahl der Fluggäste um 7,7 Prozent auf 4,1 Millionen, in den ersten elf Monaten um 7,3 Prozent auf 59 Millionen.

Die irische Flugline Aer Lingus - heiß begehrt von Ryanair, aber die europäischen Wettbewerbsbehörden haben etwas gegen die Übernahme - beförderte im November 680.000 Passagiere, 0,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Sitzladefaktor lag bei 76,6 Prozent, 1,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

 


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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