Europäischer Gerichtshof soll angerufen werden
Aer Lingus will Ryanair loswerden

Die irische Fluglinie Aer Lingus will ihren ebenfalls irischen Wettbewerber Ryanair zum Verkauf ihrer Minderheitsbeteiligung an Aer Lingus zwingen.

HB BRÜSSEL. Die Aer Lingus plc teilte am Mittwoch mit, sie werde den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg anrufen, nachdem die Europäischen Wettbewerbshüter erklärt hätten, sie hätten keine Handhabe, um Ryanair zum Verkauf zu zwingen.

Air Lingus ist der Auffassung, die Kommission könne den Verkauf erzwingen, da Ryanair die Aer-Lingus-Anteile mit dem Ziel gekauft habe, Aer Lingus zu übernehmen. Diese Übernahme war wegen kartellrechtlicher Bedenken von den Wettbewerbshütern in Brüssel gestoppt worden.

Brüsselaner Rechtsanwälte zeigten sich von der Haltung der Europäischen Kommission überrascht. Schließlich sei Gillette 1993 gezwungen worden, ihren Minderheitsanteil an Wilkinson Sword zu verkaufen, sagte ein Anwalt.

Die Billig-Fluglinie Ryanair hat in der Zwischenzeit ihren Anteil an Aer Lingus auf 29,4 Prozent erhöht und versucht Einfluss auf die Strategie der ehemaligen staatlichen Fluglinie zu nehmen. Der irische Staat hält weiterhin einen Anteil von 25 Prozent an Aer Lingus, während die im Employee Share Ownership Trust (ESOT) organisierten Mitarbeiter zu 12,5 Prozent beteiligt sind.

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