Europas größter Entwickler
Cewe Color leidet unter Schwund bei Analogfotos

Auch wenn Europas größter Fotoentwickler Cewe Color mittlerweile ein Drittel seines Geschäfts mit Digitalbildern macht, wird das Unternehmen weiterhin durch die Abkehr vom Film belastet. Das zeigt sich deutlich in den Zahlen fürs zweite Quartal.

HB HANNOVER. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei um 12,9 Prozent auf 10 Mill. Euro gesunken, teilte Cewe Color am Dienstag in Oldenburg mit. Der Vorsteuergewinn sei um 27,7 Prozent auf 7,8 Mill. Euro zurückgegangen. Unter dem Strich blieben im zweiten Quartal 3,7 Mill. Euro übrig, das sind 26,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatz sank um 12 Prozent auf 97,2 Mill. Euro. Nun hoffen die Oldenburger auf das dritte Quartal, das wegen der Urlaubszeit im Sommer stets das stärkste im Jahr ist.

Um den Rückgang bei Fotos vom Film zu kompensieren, hat Cewe Color die Preise für Digitalfotos erhöht. Die Firma setzt zudem verstärkt auf Fotobücher sowie Geschenkartikel, etwa mit Fotos bedruckte Tassen und T-Shirts.

Im zweiten Quartal verkaufte Cewe Color 230,8 Mill. Digitalfotos, ein Plus von 26,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Das Internet und die direkte Bestellung per Terminal in den Fotogeschäften seien hier der Wachstumstreiber gewesen, erklärte das Unternehmen. Trotz dieses Erfolgs konnten die Digitalfotos den Rückgang bei Fotos vom Film aber nicht ausgleichen, so dass unterm Strich mit 705 Mill. Fotos 20,5 Prozent weniger Bilder abgesetzt wurden.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Cewe Color, einen Gewinn vor Steuern von 21 Mill. Euro anzupeilen. Nach Steuern will das Unternehmen einen Gewinn von 10 Mill. Euro erwirtschaften. Damit würde das im Kleinwerteindex SDax gelistete Unternehmen in beiden Fällen hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurückbleiben, aber zugleich das zweitbeste der vergangenen sechs Jahre erzielen.

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