Eurotunnel
Flüchtlingskrise macht Betreiber vorsichtig

Die Flüchtlingskrise nagt am Umsatz der Eurotunnel-Betreibergesellschaft. Wegen gestiegener Sicherheitsanforderungen senkt der Konzern seine Prognose für 2016 – und fordert Entlastungen durch die Steuerzahler.

ParisDer Betreiber des Eurotunnels zwischen Frankreich und Großbritannien wird wegen der Flüchtlingskrise vorsichtiger. Für dieses Jahr sagt das Unternehmen nach Angaben vom Donnerstag nur noch ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 560 Millionen Euro voraus, 20 Millionen weniger als zunächst gehofft. Dies geht vor allem auf höhere Kosten für die Sicherheit des Zug- und Lastwagenverkehrs zurück. Vergangenes Jahr lag der Betriebsgewinn bei 542 Millionen Euro.

Viele Flüchtlinge versuchen, vom französischen Calais aus durch die Röhren unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien zu gelangen, wo die Wirtschaft derzeit brummt. Der Eurotunnel-Betreiber hat die Regierungen in London und Paris für das Jahr 2015 um eine Erstattung von 29 Millionen Euro gebeten. Sie sollen sich an den zusätzlichen Kosten für die Sicherheit beteiligen.

Eurotunnel-Chef Jacques Gounon sagte, das Unternehmen profitiere von der konjunkturellen Erholung in Europa, vor allem in Großbritannien. Der Umsatz sei deswegen 2015 um fünf Prozent auf 1,22 Milliarden Euro geklettert. Seit Ende Oktober habe sich die Sicherheitslage stark verbessert, dank mehr Polizeipräsenz und Zäunen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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