Eurowings
Klatsch und Tratsch des Lufthansa-Ablegers

Wilde Gerüchte kursieren derzeit in der Luftfahrtbranche. Brussels Airways, SAS und Condor sollen auf dem Einkaufszettel der Lufthansa stehen. Ist der Appetit der größten Fluggesellschaft Europas tatsächlich so groß?

FrankfurtEurowings ist ein Spross der Lufthansa, auf dem große Hoffnung ruht. Zum einen soll die neue Marke nicht nur die neue Billigplattform sein, mit der Europas größte Fluggesellschaft Ryanair und Easyjet auf Abstand halten will. Zum anderen soll der Ableger auch das Vehikel sein, mit dem Lufthansa an der Konsolidierung der Branche teilnehmen kann.

Wie bei einer Steckerleiste sollen andere Fluggesellschaften an Eurowings angedockt werden können – sei es durch Kooperationen etwa beim Vertrieb oder beim Betrieb der Airline, sei es durch Beteiligungen oder sogar durch Übernahmen.

Seitdem Lufthansa-Chef Carsten Spohr diese Strategie öffentlich gemacht hat, sorgt Eurowings in der Branche für Unruhe. Immer mehr Spekulationen über mögliche Partner für die Lufthansa-Tochter machen die Runde. Die jüngste: Lufthansa wolle die Ferienfluggesellschaft Condor für Eurowings gewinnen. Die Gespräche würden seit Januar laufen, berichtet die Nachrichtenagentur „Reuters“.

Lufthansa wolle mit der 46 Flugzeuge starken Condor Eurowings schnell ausbauen. Mögliche Optionen sollen von einer Marketing-Kooperation bis hin zu einer Kapitalbeteiligung oder einer komplette Übernahme der Airline mit 4000 Mitarbeitern reichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Condor und Eurowings ein Techtelmechtel nachgesagt wird. Schon kurz vor Weihnachten vorigen Jahres kursierten entsprechende Gerüchte.

Fakt ist: Die Muttergesellschaft von Condor, der Touristikkonzern Thomas Cook, spielt seit längerem immer wieder mal Szenarien durch, wie die eigenen Airlines künftig positioniert werden könnten.

Und das Management selbst hat dabei eine Zusammenarbeit mit Eurowings ins Spiel gebracht. „Wir beobachten diese Entwicklung bei Eurowings“, hatte Jens Boyd, Langstrecken-Chef bei Condor, im vergangenen Dezember gesagt: „Wenn es ein interessantes Modell für eine Partnerschaft geben sollte, wir wären offen dafür.“

Fakt ist aber auch, dass die Fluggesellschaften von Thomas Cook dem Tourismusriesen derzeit einen ansehnlichen Ergebnisbeitrag liefern, die eine Trennung etwa von Condor erschweren. Insider des Konzerns halten deshalb eine Kooperation, bei der etwa bestimmte Flugkapazitäten von Condor über Eurowings vermarket würden, derzeit für das wahrscheinlichere Szenario.

Ähnlich sieht die Situation bei der skandinavischen Airline SAS aus. Auch sie wird immer wieder im Zusammenhang mit Eurowings genannt. Schon seit Jahren wird Lufthansa ein Interesse an dem Partner in der Star-Alliance nachgesagt. Passiert ist bislang nichts.

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Der ruppige Start von Eurowings

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