Eurowings
Tarifgespräche mit Verdi und Ufo sind gescheitert

Bei Eurowings könnte es zu neuen Streiks kommen: Die Tarifgespräche zwischen der Lufthansa-Tochter und den Gewerkschaften sind gescheitert. Zuletzt hatten die Ufo-Mitglieder Ende Oktober die Arbeit niedergelegt.
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Berlin/KölnDer Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal bei der Lufthansa-Billigtochter Eurowings droht erneut zu eskalieren. Gespräche zwischen dem Unternehmen und den beiden Gewerkschaften Verdi und Ufo sind in der Nacht zu Freitag gescheitert, wie Ufo am frühen Morgen mitteilte. Konkrete Pläne für Streiks oder andere Aktionen nannte Ufo zunächst nicht.

Die konkurrierenden Gewerkschaften wollten zusammen mit dem Unternehmen ein Abkommen schließen, das den rund 460 Flugbegleitern bei Eurowings Deutschland einheitliche Tarifverträge ermöglichen sollte.

Verdi hatte Anfang Dezember einen Abschluss erreicht, den Ufo scharf kritisiert und als „massive Provokation“ bezeichnet hatte. Ufo sei dennoch an einer gemeinsamen Lösung interessiert gewesen, sagte Verhandlungsführerin Sylvia De La Cruz. Das sei nun gescheitert, „da Verdi eine letzte Einigungsempfehlung der anderen Parteien ausgeschlagen hat.“

Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies sagte der Mitteilung zufolge: „Leider bleibt uns deshalb nichts anderes übrig, als mit den „normalen“ gewerkschaftlichen Mitteln die Ziele der EW-Mitarbeiter zu verfolgen und mit dem besseren Vertrag auch die Mehrheit der Kabinenmitarbeiter bei Eurowings zu überzeugen.“

Verdi erklärte auf Anfrage, Ufo sei für keinen Vorschlag offen gewesen. „Wir hätten gern gemeinsam ein Ergebnis erreicht, aber das war nicht möglich“, kritisierte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. „Wir bedauern auch für Passagiere und Beschäftigte, dass es zu keiner vernünftigen Einigung gekommen ist.“

Eurowings betonte, man habe den erfolgreichen Tarifabschluss mit Verdi der Flugbegleitergewerkschaft Ufo eins zu eins angeboten. „Unser Ziel ist die Tarifeinheit für die Flugbegleiter bei Eurowings Deutschland“, sagte ein Sprecher der Lufthansa-Tochter.

Ufo hatte Ende Oktober bei Eurowings gestreikt. Verdi und Ufo beanspruchen für sich, bei der Lufthansa-Tochter die stärkere Gewerkschaft zu sein.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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