Eventim
Tickethändler rechnet mit schrumpfenden Geschäften

Umsatz und Betriebsgewinn von Eventim haben im vergangenen Jahr Höchststände erreicht. Der Tickethändler hatte von zahlreichen Großtourneen profitiert. Nun erwartet das Unternehmen das Ende dieses Umsatzbooms.

BerlinEuropas größter Tickethändler CTS Eventim rechnet nach einem Rekordjahr mit schrumpfenden Geschäften. Umsatz und Betriebsgewinn, die im vergangenen Jahr Höchststände erreicht hätten, dürften 2016 im einstelligen Prozentbereich zurückgehen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch in seinem Jahresbericht. Grund dafür sei ein Einbruch im Geschäft mit eigenen Veranstaltungen, das im vergangenen Jahr noch von zahlreichen Großtourneen profitiert habe. Auf das Nettoergebnis werde sich das aber nicht durchschlagen, dieses solle leicht zulegen.

Im vergangenen Jahr legte der Konzernumsatz um 21 Prozent auf 834 Millionen Euro zu, wie CTS Eventim mitteilte. Das Betriebsergebnis (Ebitda) stieg um 16 Prozent auf 180 Millionen Euro, der Überschuss kletterte um 15 Prozent auf 89 Millionen Euro. Branchenexperten hatten mit etwas höheren Gewinnzuwächsen gerechnet.

Zu dem Boom trug vor allem die Vermarktung von Eintrittskarten für Konzerte etwa von Helene Fischer oder U2, Opern und andere Veranstaltungen bei. Zu den Kunden von CTS Eventim zählen unter anderem die Berlinale und die Mailänder Scala. Der Konzern treibt neben seinen bestehenden Verkaufsstellen seinen Online-Vertrieb voran und setzt zunehmend auf die Buchungen via Handy.

CTS Eventim betreibt unter anderem die Berliner Waldbühne und die Kölner Lanxess Arena. Das Münchner Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den Konzertmanager Marek Lieberberg an den Rivalen Live Nation Entertainment verloren, behält aber die nach ihm benannte Konzertagentur. Lieberberg wirkte in der Vergangenheit an Tourneen von Stars wie Justin Timberlake, Madonna, Depeche Mode und Bruce Springsteen mit.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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