Ex-Aufsichtsrat Caparros
Attacke gegen Karstadt-Eigentümer Berggruen

Der ehemalige Karstadt-Aufsichtsratschef Alain Caparros kritisiert die Strategie des neuen Eigentümers Nicolas Berggruen. Die Aufspaltung der Firmenfilialen schwäche das Kerngeschäft des Warenhauskonzerns.
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Hamburg/EssenDer zurückgetretene Karstadt-Aufsichtsratschef Alain Caparros rechnet mit dem Eigentümer Nicolas Berggruen ab. Wie der „Spiegel“ meldete, attackiert Caparros in einem „streng vertraulichen“ Positionspapier die von Berggruen geplante Aufspaltung der Filialen in Sporthäuser, Premium-Geschäfte und den großen Rest. Diese Operation „Separation“ könnte das Kerngeschäft des Warenhauskonzerns schwächen. Das wolle er „als Aufsichtsrat der Gesellschaft nicht verantworten“, zitiert der „Spiegel“ aus dem Papier. 

Als Caparros im Herbst den Kontrollvorsitz übernahm, sei der Plan mit ihm „auch nicht ansatzweise besprochen“ worden. Bis heute habe man ihm „keine operative oder strategische Begründung“ für den Schritt geliefert, den er für unzweckmäßig hält. Die Spaltaktion schaffe nur „zusätzliche Komplexität“ - und das, obwohl „das Unternehmen weit davon entfernt ist, saniert zu sein“. 

Die Trennung werde „erneut Spekulationen über den Fortbestand von Karstadt nähren“. Die öffentliche Diskussion könne sich „wiederum negativ auf die Motivationslage in der Karstadt-Belegschaft auswirken“. Die verheerende Bilanz von Caparros lautet laut „Spiegel“: „Es gibt aktuell de facto keine Strategie, die als Basis für Strukturentscheidungen taugen könnte.“ 

Vergangene Woche hatte Caparros, zugleich Vorstandschef des Handelsriesen Rewe, sein Karstadt-Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Ein Vertrauter des Karstadt-Eigentümers Berggruen rückte nach. Der deutsch-amerikanische Investor wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Der Aufsichtsrat möchte die geplante Trennung nun auf seiner Mai-Sitzung debattieren.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ex-Aufsichtsrat Caparros : Attacke gegen Karstadt-Eigentümer Berggruen"

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  • Und genau dies ist die Stategie! Auch wenn es immer wehement bestritten wird, der Sinn der geplanten Aufspaltung ist die Teile separat vereusern zu können. Kurz um die Gewinne für Herrn Berggruen werden durch den Verkauf der Premium-Sparte sowie der Sporthäuser generiert. Alles zu Lasten der verbleibenden Warenhäuser! Fazit: Die Mitarbeiter die Lieferranten sowie der Staat finanzieren Herrn Berggruens Ertrag.

  • Auch Herr Capaross sollte verstehen, daß Berggruen nur ein
    Dealer ist, er hat Karstadt geschenkt bekommen, und wenn er seine 'drei Säulen' separat verkauft, macht er mit einem Einsatz von 60 Mio EUR für sich rd. 500 Mio EUR. Keiner sollte sich der Illusion hingeben, daß Herr Berggruen bei Karstadt Unternehmer spielen will.

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