Ex-Porschechef
Wiedeking führt Gespräche über Kaufhof-Übernahme

Überraschende Personalie im Übernahmekampf um Kaufhof: Der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat im Auftrag des griechischen Investors die Verhandlungen mit der Metro eingefädelt.
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DüsseldorfIm Poker um den Verkauf der Metro-Warenhaustochter Kaufhof ist ein prominenter Name aufgetaucht: Wendelin Wiedeking. Der Ex-Porsche-Chef ist „seit geraumer Zeit Mitaktionär bei Signa“, sagte René Benko, Geschäftsführer und Gründer der Signa-Gruppe, im Interview mit dem Handelsblatt. „Er war von Anfang an einbezogen in die Gespräche mit der Metro.“

Wie das Handelsblatt berichtete, hat die österreichische Immobilienfirma Signa ein Angebot für Kaufhof vorgelegt. Seit Wochen durchleuchten die Investoren die Geschäftszahlen der Tochter des Düsseldorfer Dax-Konzerns Metro. Heute wurde zudem bekannt, dass auch Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen ein Angebot vorgelegt hat.

Wie das Handelsblatt aus Kreisen von Deutschlands größtem Handelskonzern erfuhr, war es Wiedeking, der vor ein paar Wochen mit (Noch-)Metro-Chef Eckhard Cordes über das Interesse der österreichischen Immobilienfirma an Kaufhof sprach. Die beiden Manager kennen sich schon länger. Laut Benko ist Wiedeking bei Signa in dem Geschäftsbereich engagiert, der die Immobilien der Gruppe in Innenstadt-Lagen – zum Beispiel in Wien, aber auch in München und Düsseldorf – besitzt. „Herr Wiedeking zieht gerade auch in den Beirat unserer Holding und in die Aufsichtsräte verschiedener Signa-Beteiligungen ein“, sagte Benko.

Der geplante Verkauf der Metro-Tochter Kaufhof wird damit zu einem Bieterkampf. Metro bestätigte der Nachrichtenagentur dpa das Interesse von Berggruen. Für das operative Geschäft habe Berggruen alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben, hieß es aus Unternehmenskreisen. Jeder zweiter Standort des Warenhauses, das seit 1996 zum Metro-Konzern gehört und seit Anfang 2008 auf der Verkaufsliste steht, befindet sich im eigenen Besitz. Mit einer Trennung von Immobilien und operativem Geschäft sei Metro immer sehr vorsichtig gewesen und es sei fraglich, ob sie sinnvoll sei, hieß es weiter.

Berggruens Ziel sei es, Karstadt und Kaufhof unter einem Dach zu vereinen. Damit würde die Vision einer „Deutschen Warenhaus AG“, über die seit Jahren spekuliert wird, einen Schritt näher rücken.

Mit Bergruen und Signa sind zwei ernstzunehmende Bieter im Rennen. Zuletzt hatte das Handelsblatt übereinstimmend aus Kreisen der Bieter und Verkäufer erfahren, dass die 134 Warenhäuser schon in wenigen Wochen an Signa weitergereicht werden könnten. "Dies ist der erste ernstzunehmende Versuch, den Kaufhof zu übernehmen", hieß es aufseiten der Kaufinteressenten. Eine endgültige Entscheidung solle in jedem Fall vor Weihnachten fallen.

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"Wir glauben an das Geschäftsmodell Warenhaus"

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  • Ein Kaufangebot für 2,4 Milliarden?

    Ohne deren Zahlen zu kennen, hätte ich als möglicher Käufer lediglich 10 % des derzeitigen Verkaufsangebotes abgegeben.

    Unter der Rubrik "Verwertung".

  • Pardo, Irrtum meinerseits. Auf Seite 2 ging´s weiter und der Grieche ist aufgetaucht.

  • Wie man eine Übernahme an die Wand fährt und sich trotzdem die Taschen vollmacht, das hat Wiedeking ja bei Porsche eindrucksvoll demonstriert. Als die Rechnung für Porsche kam, hatte sich der Mann schon aus dem Staub gemacht. Es verwundert auch nicht , daß in den Zeiten (zu) billigen Geldes wieder die üblichen Verdächtigen aus den Löchern kriechen, um wieder einmal einen Immobiliemarkt ins Irrationale zu schieben.

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